Albumcheck | Furyon: Gravitas

Gravitas: lat.  Schwere, Ernst, Würde, Bedeutung.
So schwergewichtig und bedeutungsvoll kommt das Album-Debut von Furyon aus dem englischen Seebad Brighton gar nicht rüber, obgleich die Herren recht grimmig dreinschauen.

Gravitas“ ist metal-stilistisch eher gewöhnlich, wobei die Gitarrenarbeit von Chris Green und Pat Heath wenigstens stellenweise deutlich herausragt. Während die erste Hälfte des Albums trotz der Gitarren durch relativ wenig Spannung nicht-auffällt und sich zum Teil gar langatmig dahinzuschleppen scheint, bietet die zweite Hälfte mehr- und reißt einiges wieder heraus.

Dort kommt zum einen das von etlichen Fachmagazinen zu Recht gepriesene Können der beiden erwähnten Zupfinstrumentenmisshandler besser zur Geltung. Zum Zweiten sind die Stücke insgesamt kreativer und einfallsreicher gestaltet. Hervorzuheben wäre wieder einmal eine Ballade, deren Name in diesem Falle lautet: „Our Peace Someday„. Gezupfter, melancholisch-leichter Hintergrund mit gelegentlichen Einlagen härterer Riffs- das bewährte Konzept von „The Unvorgiven„, ohne Metallica dadurch nachzuäffen.

Insgesamt im Wortsinne zwiespältig.

Gerade im zwieten Spalt sind etliche durchaus interessante Tracks zu finden, während sich die Musiker im ersten eher unter Wert verkaufen.

Empfehlung:Lasst Euch nicht abschrecken und hört Euch das Album „Gravitas“ erst einmal an, von vorne bis hinten oder umgekehrt. Auf jeden Fall sollte man Furyon unbedingt im Auge behalten!

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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