Albumcheck | Birdy von Birdy

Geboren wurde Jasmine van den Bogaerde am 15. Mai 1996. Mit nur 12 Jahren gewann die englische Künstlerin bereits Open Mic UK . Innerhalb einer kurzen Rekordzeit konnte sich das 15-jährige Mädchen eine riesige Fanbase auf Facebook, Myspace, YouTube und Twitter aufbauen. Zudem  hielt sie sich über 7 Wochen auf der begehrten A-Rotation auf Radio 1, kämpfte sich auf einen phantastischen 10. Platz der Alternative-iTunes-Charts in den USA, Frankreich und Deutschland und verkaufte alleine in UK bis heute weit mehr als 150.000 Einheiten!

Das an sich ist schon ein Wunder und erinnert ein wenig an die Erfolge von Justin Bieber, nur dass man bei genauerem Hinhören bemerkt, dass da weit mehr dahinter steht. Birdy hat sich schnell auf atmosphärisch-emotionale Neuinterpretationen zeitgenössischer Rock- und Popsongs spezialisiert. Auf ihrem Album „Birdy“, welches am 23. März erscheint, widmet sie sich den Werken von Cherry Ghost, The National, Phoenix, The Postal Service oder James Taylor. 

Kaum schlagen die ersten Töne der CD an, schon verschlägt es dem Zuhörer die Sprache. Das Album „Birdy “ ist wie eine kleine Schachtel Pralinen. Herrlich süß und köstlich. Die Stimme der Britin ist atemberaubend, obwohl da noch einiges an Steigerungspotenzial vorhanden ist. Man darf nur hoffen, dass die junge Künstlerin nicht zu stark verheizt wird.

Die Songsauswahl passt sehr gut zu Birdy. Doch nicht nur die Coverversionen können sich hören lassen. Mit dem Song „Without a word“ präsentiert sich Birdy mit einem eigenen Werk, was ebenfalls gut gelungen ist. Und so lässt sich sagen, dass jedes einzelne Musikstück von Geschmack geprägt ist und „auf der Zunge“ zergeht. Man schmilzt quasi dahin.

Der Longplayer ist etwas für verträumte Stunden oder wenn man dem Alltag entfliehen möchte. Gemächlich und ruhig fließen die Songs in den Gehörgang und entfalten dort ihre verzaubernde Wirkung. Das Werk hat etwas von Wohnzimmer-Atmosphäre, was sicherlich nicht verwunderlich ist, schaut man sich das (leider spärliche) Booklet an. Hier sieht man die Künstlerin vor einer (gekrümmten) Wand auf einem Teppich stehen.

Es ist schon erstaunlich, welche schönen Klangfarben die 15 Jährige in sich verbirgt. Eindeutig ein Kaufbefehl!

 

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