Albumcheck | Bäm! von Ron Jambo

Vor einigen Wochen erhielten wir von der Münchner Band Ron Jambo die Anfrage, ob wir nicht einmal in die CD „Bäm!“ der Band reinhören könnten und diese hier vorstellen. 

Da wir manchmal, wie ihr wisst, so ziemlich im Stress sind, forderten wir „mir nichts dir nichts“  das Werk der drei Jungs an, ohne auch nur überhaupt eine Ahnung davon zu haben, wie die Band klingt oder wie sie aussieht. Schließlich erreichte uns eine Promo-CD, die auf einen einfachen Rohling gebrannt war, der allerdings aussieht wie eine Vinyl. (Vinyl = die schwarze Scheibe, mit einem Loch in der Mitte, die auf einem Plattenspieler die darauf enthaltende Musik abspielt). 

Auf dem Digipack war ein schönes Post-It aufgeklebt. Auffallend dabei war die nette Nachricht und der herrliche Smiley. Das ließ schon einmal gute Hoffnung in mir aufkommen. Also ganz gespannt die Scheibe in den Player eingeschmissen und angestrengt   die ersten Töne zu sich genommen. Es war angerichtet! Insgesamt 10 Gänge hatte ich vor mir.

Die ersten 25 Sekunden gingen schon einmal richtig ab. Zwischenzeitlich habe ich dann auch noch im Internet recherchiert und durfte feststellen, dass die Jungs auch gar nicht mal so schlecht aussehen.

Der Frontsänger Tobi macht schon einmal eine gute Figur und auch Olli sieht am Bass wirklich klasse aus. Andy versteckt sich meistens hinter dem Schlagzeug, fällt jedoch bei genauer Betrachtung auch NICHT durch den Gulli.

Doch eigentlich wollte ich ja über die Musik des Trios schreiben und was den Zuhörer erwartet. Zunächst einmal muss ich mit Verblüffung festhalten, dass sich die Aufnahme des Longplayer „Bäm!“ zwar nicht perfekt anhört, sich aber durchaus hören lassen kann. Die Platte hinterlässt einen guten Eindruck und hat einen gewissen Flair von „wir haben das in einer Garage  oder in unserem Proberaum aufgenommen“. Schließlich hat man nicht mal so ein ein Millionen-schweres Studio im Keller.

Zum Musikstil: der ist vollkommen durcheinander gewirbelt. Ron Jambo stehen für Popmusik, Ska, Alternative, Indie und alles was rockt. Gewürzt mit ein bisschen Britpop ergibt die Musik der Band ein wohlschmeckendes musikalisches Menue. Zeitweilig wird man ein wenig an The Airwaves, The Killers, The Knack oder auch an Bloc Party erinnert.

Hin und wieder kommt der deutsche Akzent des Sängers durch.Hier sind noch ein paar Sprechübungen angesagt. Im Großen und Ganzen stört es nicht. In Frontmann Tobi steckt gewaltiges Stimmpotential, was sicherlich in den nächsten Jahren noch weiter reifen wird. Erfrischend wirkt der Sound der Jungs allemal, so dass man hoffen kann, dass sich die Jungs durchsetzen können. Verdient hätten sie es.

Anspieltipps: 

  • Check Twice
  • I like your T-Shirt
  • Don’t go there tonight
  • Search your heart

 

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