Albumcheck | Alles fließt von Rauschenberger

Sagt mal, ist das jetzt eine neue Masche, dass mittlerweile „selbstspielendeGitarrenBands“ wie Pilze aus dem Boden sprießen? Die aus Hannover stammende Band Rauschenberger spielt nämlich genau diesen Sound. Dabei reihen sie sich in die Riege vieler mittlerweile bekannter Bands ein.

Rauschenberger, das sind die vier Jungs Daniel Rauschenberger, Lars Ehrhardt, Timon Schempp und Christoph Dubbel. Bereits als Support für Johannes Oerding, Revolverheld sowie Das Gezeichnete Ich unterwegs gewesen, schicken sich die vier Hannoveraner nun ihr neues Werk „Alles fließt“ zu präsentieren.

In ihren Songs erzählen sie von Alltagsgeschichten. Manchmal lustig, machmal ironisch und manchmal melancholisch. Gittarig ist ihre Musik in jedem Fall. Zudem klingt sie erstaunlich leicht, so dass man sich manchmal darin verirren könnte. „Alles fließt“ ist ein würdiger Nachfolger ihrem im Jahr 2009 erschienenen Debüt “Von Wegen und Welten”. Ihre Texte und ihre Melodien komponieren sie selbst, naja eigentlich ist dafür Band-Namensgeber Daniel Rauschenberger zuständig.

Sehr viel Klischee mit einer großen Portion persönlicher Erfahrung. Teilweise wird man ein wenig an die Hamburger Band Selig erinnert. Gezielt wurden Rock-Elemente eingesetzt, einen Mehrwert auf die Stimme des Sängers gelegt sowie klangvolle Kontraste in Form von Streichern oder Glockenspielen eingesetzt. “Alles fließt” konnte Rauschenberger gemeinsam mit Grammy-Gewinner Gregor Zielinsky einspielen.

Glanzvoll erscheinen auf dem Album „Alles fließt“ die eingängigen Refrains in deutscher Sprache. Jeder Song baut eine spannende Eigendynamik auf, die hin und wieder kleine Hör-Überraschungen bereit hält.

„Alles fließt“ ist ein grundsolides Werk, welches den Ohrenzeugen mit guter Stimmung verhuscht. Allerdings könnte es der Longplayer auf grund anderer starker Scheiben in diesem Bereich etwas schwer haben.

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