Interviewcheck | Dead Label

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Dead Label sind eine ehrgeizige Metal-Combo aus Celbridge bei Dublin, Irland. Die stilistische Einordnung ist nicht einfach, Die hochinteressante und extrem präzise gespielte Mucke von Claire Percival (Schlagzeug), Danny Hall (Gitarre) und Dan O’Grady (Bass, Vocals) machen neugierig auf mehr.

Drum sprach Metal-Redakteur Ulf Hundeiker mit der Band, deren von Albumcheck bereits besprochenes Debutalbum „Sense of Slaughter in Deutschland  am 24. Februar erhältlich sein wird. Die Bilder stellte uns freundlicherweise Fiaz Farelly  zur Verfügung.

Albumcheck: Vor ein paar Wochen nahm ich Euer neu erscheinendes Album „Sense of Slaughter“ zum wöchentlichen Metallerstammtisch, um die Meinungen der anderen zu erfragen. Die meisten sagten: „Ja, netter Metalcore“, und auch die meisten Reviews sortierten Eure Musik in (die verschiedensten) Subgenres. Aber soweit ich weiß ist kategorisiert und etikettiert zu werden genau das Gegenteil Eures Konzeptes?

Dead Label

(c) Fiaz Farrelly

Dead Label: Ja, wir wählten den Namen „Dead Label“, weil wir einfach eine Metalband sein wollten. Wir ziehen unsere Einflüsse aus vielen Aspekten des Metal. Wir möchten einfach nur eine Metal-Band sein, darum finden wir interessant iwe andere Leute unsere Musik hören und in welche Genres sie uns einordnen!

Albumcheck: Fühlt Ihr Euch missverstanden? Und was mag der Grund sein, ausgerechnet Euch einzuordnen? (In viele, viele sehr gegensätzliche Kategorien!)

Dead Label: Nein, missverstanden fühlen wir uns nicht, wir finden die Tatsache, so verschieden eingeordnet zu werden zeigt, dass wir unseren Bandnamen leben! Wir möchten nicht in irgendeinen gegenwärtigen „Trend“ passen. Wir wollten Metal schreiben, den wir selbst hören mögen! Es gibt derart viele Genres heute, aber die wirklich großen Bands wie Machine Head und Lamb of God decken eine Menge verschiedener Aspekte von Metal ab, aber es sind auch bloß Metalbands.

Albumcheck: Ja, ich stimme absolut zu!
Selbst als Einzelpersonen passt Ihr nicht in das Rockstar-Klischee. Claire modelt und steht auf die absolut unmetallische Farbe Pink, wie ich hörte. Und süße kleine Mädchen am Schlagzeug sind immer noch etwas seltenes. Dan trinkt Tee viel lieber als Bier, lebt gesundheitsbewusst und steht frühmorgens auf, wenn andere Musiker zu Bett gehen.
Nur Danny raucht und säuft. Wie kommt’s? Die Rockstar-Quote erhöhen?

Dead Label: Hahaha! Wir sind noch weit davon entfernt, Rockstars zu sein, glauben wir! Alles was wir tun wollen ist unsere Muik vor so vielen Leuten als möglich zu spielen in jeder Stadt in jedem Land und die Menschen dazu zu bringen, ihre Haare zu schütteln! Wir geben nichts auf Rockstars, solange wir in einem Bus leben und so viele Gigs für Metalheads auf der ganzen Welt spielen können!

Albumcheck: Dürfen wir damit rechnen, dass Ihr bald Europa erobert?
Weil, es sieht so aus, als würdet Ihr Karriere machen: Dead Label wurde gegründet 2008, die Crypt Trials (irischer Metal-Wettbewerb, Amn.d. Red.) habt Ihr 2009 gewonnen, in 2010 habt Ihr eine EP aufgenommen und 2012 erscheint nun weltweit Euer erstes Album. Welche Ambitionen habt Ihr?

Dead Label: We plan to tour the shit out of this album!“ Also hoffen wir so viele Tourneen wie möglich und überall zu machen! Unsere kurzfristigeren Ziele sind erstmal überall zu touren und unsere Musik so weit wie möglich zu verbreiten. Langfristig hoffenwir, mehr und mehr Platten zu machen und zu touren. Wir werden niemals aufhören mit komponieren und wir werden niemals aufhören, Gigs zu spielen! Unser Hauptziel als Band war immer, von unserer Musik leben zu können, solange wir bis zum nächsten Auftritt fahren können sind wir glücklich! Wir haben schon begonnen, an Album Nummer zwei zu schreiben!

Albumcheck: Gibt es konkrete Pläne für eine internationale Tournee, zB als Support-Act?
Album Nummer zwei klingt gut! Wann werdet Ihr es beendet haben? 😀

Dead Label: Noch keine konkreten Pläne, nur in eine Menge Gespräche mit Bands im Moment! 🙂 Wir spielten in Belgien im vergangenen Jahr und hatten eine tolle Zeit, drum ist sicher, Belgien wird auf unserer eigenen Tour dazugehören! Da gibt’s großartige Metalheads!
Album Nummer zwei sollte in ein paar Monaten fertig sein, aber wird nicht aufgezeichnet, bis wir überall getourt haben werden! Wir würden auch gerne auf einigen Festivals spielen! Unsere Live-Show ist sehr energiegeladen, so denken wir, dass wir auch einen Haufen verkaterter Leute wachkriegen! 🙂

Dead Label,

(c) Fiaz Farrelly

Albumcheck: Wieviel Zeit verbringt Ihr denn zusammen im Proberaum? Oder wohnt Ihr schon da drin?
Und Ihr seid bereits in Kontakt mit einigen Bands… mögt Ihr da ein paar Namen fallen lassen?

Dead Label: Wir versuchen, zwei, drei Mal pro Woche zusammen zu proben, das dauert dann sechs Stunden. Wir würden gerne mehr, aber das ist finanziell schwierig. Außerdem üben wir viel für uns selbst.

Ahhhh, zu viele Namen können wir nicht nennen, aber 4Arm, wir hoffen, die Jungs supporten zu können über den Sommer. Das wäre großartig für uns! Außerdem sind wir im Gespräch mit The Dead Lay Waiting darüber, möglicherweise ein paar ihrer Shows auf deren nächster Tournee zu eröffnen! Wir fürchten, mehr können wir nicht nennen, aber drückt uns die Daumen! Zudem werden wir hier in Irland Konzerte geben, und wir supporten Stuka Sqadron und Blaze Bayley hier in Dublin.

Albumcheck: 4Arm, nett. Ich habe Kontakt mit Danny Tomb (Git/Voc bei 4Arm, Anm. d. Red.)- Die Welt ist klein…

Wollt Ihr mir etwas über das Stückeschreiben erzählen? Sitzt Ihr zusammen in Eurer Garage und jemand sagt dann: „Hey, lasst uns einen verdammten Song schreiben“? Oder ist Songwiriting eine Art Hausaufgabe?

Dead Label: Mit Danny Tomb haben wir auch gesprochen! Toller Mann!

Wir lieben Komponieren. Wir machen so etwas wie „Jamming“ (zusammen Stücke improvisieren, Anm. d. Red.), so jammen wir teilweilse, bis sich Lieder daraus bilden. Jeder nimmt Teile mit nach Hause und arbeitet dort daran und kommt damit zur nächsten Probe.

Zur Zeit üben wir unser Live-Programm, wir nehmen an, das dies als Hausaufgabe betrachtet werden kann im Vergleich zum Stückeschreiben, was uns mehr Spaß macht! Wenn wir neues Material spielen sind wir immer sehr aufgeregt. Manchmal lachen wir über das Zeugs, welches wir schreiben! Wenn wir uns nicht alle wohlfühlen mit einem Titel oder einem Teil davon, dann schmeißen wir diesen üblicherweise ‚raus. Nur Lieder, die wir alle lieben, kommen durch!

Und wir schreiiben die Lieder in Farben. Das klingt verrückt, aber wir alle drei stelen uns jeweils eine Farbe vor, wenn wir an einem Stück schreiben. Und seltsam genug- wenn ein Son für uns alle drei dieselbe Farbe hat stellt er sich meistens als am besten heraus!

Albumcheck: Und wie wäre es mit Balladen? So wie Metallicas „Nothing Else Matters“?

Dead Label: Würden wir jemals sowas schreiben? Sag‘ niemals nie, aber nicht zu bald! „Enslavement“ ist unsere Ballade!

Albumcheck: Das ist eine Ballade… na gut…
Blixa Bargeld von den Einstürzenden Neubauten sagte mal: „Ich glaube, Du mußt erstmal vom Lärm plattgewalzt werden, um die Stille zu genießen.“ Mögt Ihr die Stille?

Dead Label: Nicht wirklich. Irgendeine Art von Musik haben wir immer im Hintergrund laufen. Entweder spielen wir selbst oder wir hören irgendeine Art Musik!

Albumcheck: Zu guter letzt- irgendetwas, was Ihr unseren LeserInnen noch mitteilen möchtet?

Dead Label: Euren Lesern möchten wir sagen, bitte guckt uns mal an und wir hoffen für Euch spielen zu kommen wo immer Ihr auch seid! Hört Euch „Sense of Slaughter“ an! Sprecht mit uns über Facebook! Wir sehen uns on Tour!
Und Dir danke für das Interview und die Review!

 

Albumcheck dankt Dead Label herzlich für das Interview und die dafür aufgewendete Zeit und wünscht weiter viel Erfolg!

Zur deutschen Übersetzung
Dead Label is a very ambitious Metal-Combo fom Celbridge near Dublin, Eire. Categorizing their style into a genre is complicated. Their highly interesting music played by Claire Percival (Drums), Danny Hall (Guitar) and Dan O’Grady (Bass, Vocals) made us courious to learn more.

So metal-editor Ulf Hundeiker talked to them! Pictures by courtesy of  Fiaz Farelly .

Albumcheck: A few weeks ago I took your upcoming album „Sense of Slaughter“ to the weekly metalhead-meeting, asking for the other’s opinion. Most of them said „Yeah, nice metalcore!“ and also most reviews sorted your music in (very different) subgenres.
But, as far as I know, being categorized and LABELled  is exactly contrary to your concept?

Dead Label: Yes, we did choose the name Dead Label because we want to be just a metal band, we draw our influences from many aspects as metal, we want simply to be just a metal band, so we find it interesting to hear how people hear our music n what genres they hear our music in!

Albumcheck: Do you feel misunderstood? And what may be the reason for labelling especially you? (There were many, many very contrary categories!)

Dead Label: No we don’t feel misunderstood, we find the fact that we are getting so many labels, we’re living up to our name! We didn’t want to fit into any current „trend“ we wanted to write metal that we like to listen too! There are so many genres of metal these days, but the great bands like Machine Head n Lamb of God cover alot of aspects of metal but they are just metal bands too.

Albumcheck: Yeah, I totally agree!
Even as individuals you are not fitting the cliché of rockstars. Claire is modeling and loves the abolutely non-metal colour pink, as I was told. And cute little girls on drums are still something rare. Dan loves tea more than beer, is living health conscious and gets up early in the mornin, when other musicians are laying down to sleep.
Only Danny smokes and drinks. How come? Rising the rockstar score? 😀

Dead Label: Hahaha! We are far from rockstars we think! All we want to do is play our music to as many people as possible, we want to play every town in every country n make people bang their heads! We don’t care about rockstars as long as we are able to live in a van n play gigs to metal heads all over the world!

Dead Label

(c) Fiaz Farrelly

Albumcheck: May we expect you to take over Europe soon?
‚Cause you seem to make a carreer: Dead Label was founded in 2008, you won the Crypt Trials in 2009, in 2010 you recorded an EP, and 2012 your first album was released worldwide. Your ambitions?

Dead Label: We plan to tour the shit out of this album! So we are hoping to jump on as many tours as possible n everywhere! Our ambitions shorterm are to tour everywhere n spread our music as much possible! Longterm we hope to continue to record albums n tour more n more, we will never stop writing n we will never stop playing gigs! Our main ambition as a band has always been to be able to live off our music, as long as we can drive to the next gig we will be happy! We have already started to write album number two!

Albumcheck: Are there concrete plans for an international tour, eg as support act?
Album number two sounds nice! When will you have finished it? (:-D)

Dead Label: No concrete plans yet, just in alot of talks with bands at the moment! 🙂 we played in Belgium last year n had a great time so we will be sure to include Belgium on our own tour too! Great metal heads there!
Album number two should be finished in a couple of months but won’t be recorded until we have toured everywhere! We would also love to get some festival slots! Our live show is very energetic so we think we would wake up a hungover crowd well! 🙂

Albumcheck: How much time do you spend together in the rehearsal room? Or do you
live there already?

So you are already in contact with some Bands… Would you like to drop
some names?

Dead Label: We try to do two to three practise sessions together a week, which are six  hours long, we would like to practise together more but it is difficult financially, we also practise alot together on our own!
Ahhhh we can’t drop too many names but we may be able to mention
4arm, we are hoping to get support those guys during the summer! Which would be so awesome for us! We are also talking to The Dead Lay Waiting about possibly opening up for some of the shows on their upcoming tour! I’m afraid I can’t drop anymore names yet but fingers crossed! We also have gigs coming up here in Ireland, we are supporting Stuka Squadron n Blaze Bayley here in Dublin!

Albumcheck: 4Arm, nice. I’m in contact with Danny Tomb. Small world…

Would you  tell me something about songwriting? Together in your garage, sitting together and somebody says: „Hey, let’s write some fucking song!“? Or is songwriting some kind of homework?

Dead Label: Yes Danny Tomb was who we were speaking too, lovely guy! 🙂
Well we love songwriting, we kind of „jam“ so we jam parts n alot of the time a song forms from that, we each take parts home n work on them n get ideas n then come back to band practise! At the moment we are practising our live set, so I guess that can be considered homework compared to songwriting which is the fun part for us! We get very exciting when we are playing new material! Sometimes we laugh at the things we write! If all three of us aren’t feeling a song or a part we usually scrap it! Only songs that we all love make the cut!
We also write songs in colours, this sounds crazy but all three of us usually picture a colour when we are writing a song n funnily enough when a song is the same colour for all three of us it usually turns out to be the best!

Albumcheck: And how about ballads? Like Metallicas „Nothing Else Matters“?

Dead Label: Would we ever write one? Never say never but not anytime soon! We consider „Enslavement“ our ballad!

Albumcheck: OK, that’s a ballad… Blixa Bargeld (Einstürzende Neubauten) said: „I think you have  to be flattened by noise tu enjoy the silence.“ Do you like silence?

Dead Label: Not really, we always have some form of music playing in the background! On our own we would still be listening to some kind of music!

Albumcheck: Finally- something you want to tell our readers?

Dead Label: For your readers we would like to say, please check us out n we hope to come play to you wherever you are! Check out the album Sense of Slaughter! Talk to us on facebook! See you on tour!
N thank you for the interview n the review!

Albumcheck wishes to thank Dead Label for this interview and the time they spent for it. We wish you luck and success!

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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