Albumcheck | Zurück in die Zukunft: Magic Circus von 18 Summers

Die Neunziger sind in den Achtzigern steckengeblieben. Das seit immerhin zwanzig Jahren existierende Wave-Pop-Duo „18 Summers“ legt einen weiteren Longplayer vor, der ab dem 23. März erhältlich sein wird.

Für Genrefans mag dieses Werk durchaus nicht uninteressant sein. Immerhin sind die Songs sorgfältig arrangiert, und von Zeit zu Zeit kann sich der Hörer auch mal einer gewagten Harmonieführung erfreuen.

Doch insgesamt scheint sich das Werk ausschließlich auf eine festgelegte Klientel einzuschießen. Gelangweilt wäre das falsche Wort für den Sound des Albums. Eher 80er-Wave-typisch geistesabwesend und an der Außenwelt desinteressiert. Mit getragenen und flirrenden Synthesizern zu deprimiert-deprimierenden Vocals schleppen 18Summers den Hörer durch das Album wie durch dunkle  Kellerclubs, die nackten Wände ungleichmäßig schwarz gestrichen.

Kurz: das Album hört sich so an wie die Musiker auf dem Photo aussehen. Fern der Freude und düster.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

2 Comments

  1. ronjaRT sagt:

    Was raucht ihr denn so, um dabei auf Assoziationen wie „Fern der Freude“ und „New Wave“ zu kommen?

  2. Ulf sagt:

    Weder rauche ich noch trinke ich Alkohol.
    Wenn Du einer anderen Auffassung bist, dann darfst Du sie gerne hier hineinschreiben. Für eine Diskussion ist Dein Kommentar leider ein wenig zu unausführlich.

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