Albumcheck | Die Phantasie wird siegen von Max Prosa

Von vielen geliebt und dennoch von vielen unbeachtet. Einer der neuen jungen Songwriter, um den es in diesem Artikel gehen soll, ist Max Prosa. Mit seinen 22 Jahren setzt Max Prosa einen neuen deutschen Trend fort: deutsche Texte sind cool und müssen nicht unbedingt kitschig klingen.

Zahlreiche Bob-Dylan-Vergleiche durfte sich Max Prosa schon antun und anhören. Doch dies setzt die Erwartungen bei den Hörern auf eine verdammt hohe Messlatte, die fast schon gefährlich ist.

Max Prosa brilliert mit seinen Texten und einer unverkennbaren Wortwahl, die zudem Bilder in den Kopf des Zuhörers zaubern kann. Naja, ein bisschen Dylan ist da schon drin.

Jedoch macht der deutsche junge Künstler keinen Hehl daraus, dass zwar einige Vergleiche mit dem Großmeister Dylan durchaus passen, allerdings hat Prosa einen eigenen sehr eigenständigen Stil. Fraglich, ob dies alles auf seinem eigenen Mist gewachsen ist, oder ob nicht eher ein Team dahinter steht, welches ihn in das richtige Licht setzt.

Denn wenn sich schon ein gewisser Trend abzeichnet, kann das nicht nur an einzelnen Personen liegen. Zumal junge Singer- und Songwriter derzeitig in Deutschland wie Pilze aus dem Boden schießen.

Trotzdem gefällt es und das ist doch wirklich die Hauptsache. Jeder sehnt sich doch letztendlich nach ein bisschen Wärme und Magie. In Deutschland entsteht gerade ein „neuer gefühlvoller Folk“. Gitarrensound ist das neue Gegenstück zur wummernden Atzenmusik, die häufig nur im Vollrausch zu ertragen ist.

Da hilft es auch mal die Seele baumeln zu lassen und die leise Seite an sich zu erfassen. Max Prosa erscheint, vielleicht auch wegen seiner Jugend, herrlich unbekümmert und leicht. Wenn er es nicht falsch anstellt, könnte aus ihm ein ganz „Großer“ werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.