Albumcheck | Alcoholic Faith Mission: Ask Me This

Eigentlich würde man, so man Alcoholic Faith Mission nicht kennt, bei diesem Namen an kräftige Beats und punkigen Sound denken wollen. Und sich nicht unerheblich wundern. Tanzbares Wummern fehlt nämlich ganz.

Sphärisch kommt die CD daher und filigran. Der wirklich minimale Anteil an Bass-Fundament ist nicht nur für heutige Zeiten ungewöhnlich. Das meiste spielt sich in den oberen Lagen der Tonleiter ab und nudelt zärtlich Reminiszenzen an die gute, alte Spielur mit einer tanzenden Balleriafigur in den Hörnerv, während alles, was in die Magengrube gehen könnte, Bass, Schlagzeug und grobe Riffs, von den sechs Dänen in geradezu homöopathischer Dosis beigemengt wird.

Das klingt nicht nach Alkohol. Keine Ahnung, nach welchen Drogen, aber irgendwie spacig. Doch ist der Name ohnehin nur aus einer Bierlaune entstanden, als die Gründer Sune Sølund und Thorben Seierø Jensenin New York weilend an der Apostolic Faith Mission vorbeikamen und diese verballhornten.

Kein versoffener Rock also, eher die bekiffte Hippiemusik von heute. Hat was. Was? Ach, hört einfach selbst!

Alcoholic Faith Mission live:

04.02.12 Will (CH) – Gare de Lion
05.02.12  Münster – Gleis 22
06.02.12 Gent (BE) – Cafe Video
08.02.12 Köln – Stadtgarten
09.02.12 Hannover – Feinkost Lampe
10.02.12 Erfurt – Franz Mehlhose
11.02.12 Offenbach – Hafen 2
12.02.12 Berlin – Lovelite

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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