Albumcheck | A Different Kind Of Truth: Van Halen meldet sich zurück!

Van Halen. Lange war es still um die Band von Eddie van Halen, der mit dem Tapping eine heute nicht nur aus dem Hard’n’Heavy-Lager nicht mehr wegzudenkende Gitarrenspieltechnik revolutionär weiterentwickelte. Eddie kämpfte mit Krebs und Alkohol.  David Lee Roth hatte sich selbständig gemacht.  Aber nun sind sie wieder da. Das erste Mal zusammen auf einem Studioalbum seit dem legendären „1984„.

Das Ergebnis der Bemühungen: Ein typisches Van Halen-Album eben. Die von einst vertraute Stimme von David Lee Roth scheint nicht abgebaut zu haben. Eddie würgt den Eierschneider, als sei er niemals krank gewesen. Überhaupt klingt alles wie gewohnt, wie früher.

Überraschungen sucht man vergebens auf dieser Scheibe, deren Stärke am ehesten in Eddie van Halens Gitarrenarbeit liegt. Spannend ist jedenfalls „Honeybabysweetiedoll“, welches die eingetretenen Pfade am weitesten verlässt, bei welchem man die Schmerzensschreie der gefolterten Gitarre am raffiniertesten genießen kann. Auch überzeugend das Stück „Stay Frosty“, unplugged, bluesig. Jedenfalls zunächst, und irgendwie witzig.

Der Rest ist  routinierte Arbeit. Man wird nicht enttäuscht. Nicht negativ. Aber leider auch kaum positiv.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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