ZOE.LEELA vs. Monopolstellung der GEMA – These 3

Heute These III zur Monopolstellung der GEMA. Zoe.Leela spricht über die Gegensätze Gebühren gegen Ausschüttung, Kunst gegen Profit.

Die GEMA ist die Wallstreet der Kreativindustrie.

Das Ausschüttungsmodell der GEMA hat Methode. Und die heißt Intransparenz. Die Verteilung von Geldern ist in der Praxis völlig unübersichtlich und wird bewusst undurchsichtig gehalten:

Wertungs- und Hochrechnungsverfahren (PRO-Verfahren) sind stark verzerrt, Gebühren und Ausschüttung stehen häufig in keiner Korrelation zueinander. Obwohl der Verteilungskrake GEMA ein außerordentlich komplexes System ist, wird er lediglich von 4 1/2 Juristen-Stellen kontrolliert. Diese befinden über die Rechtmäßigkeit des gesamten Verteilungs- und Inkassosystems. Sonst gibt es keinerlei unabhängige Kontrolle über die Zuerteilung von Wertungszuschlägen.

Soziale Ungerechtigkeit: Die Reichen werden immer reicher.

Was wie ein handfester Skandal klingt, wird in der Gebührenpraxis noch unglaublicher. So richten sich GEMA-Gebühren bei Majorlabels nur nach Zahl der verkauften Alben, während kleinere Labels für jede Kopie zahlen müssen. Junge Künstler stehen deshalb vor der absurden Wahl, ihre Musik entweder zu verschenken oder bei einem Majorlabel anzuheuern. Die Institution GEMA ist vom Kulturschützer zur sicheren Bank der Kulturvernichter des Mainstream geworden.

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