Newscheck | Einflüsse auf Paul McCartney

Viele Musiker werden regelmäßig nach den Songs gefragt, die sie beeinflusst haben. Paul McCartney bekam selten Gelegenheit, über dieses Thema zu sprechen.

Mit der bevorstehenden Veröffentlichung des neuen Albums “Kisses On The Bottom“ (Hear Music/Concord Records) am 3. Februar 2012 bietet er uns jetzt einen kleinen Blick auf die “Songs hinter den Songs“ – die Klassiker, mit denen er in seiner Kindheit aufwuchs. Zwei brandneue eigene Songs sind außerdem auf dem Album.

“Kisses On The Bottom“ entstand mit Hilfe des mit einem Grammy ausgezeichneten Produzenten Tommy LiPuma und mit Diana Krall und ihrer Band, sowie Gastauftritten von Eric Clapton und Stevie Wonder. Es ist eine sehr persönliche Reise durch amerikanische Kompositionen, die Paul teilweise zum ersten Mal hörte, als sein Vater sie auf dem heimischen Piano spielte. Das Album ist ein musikalisches Statement, wie es authentischer und mutiger nicht sein könnte. Paul hat seit über 20 Jahren über dieses Projekt nachgedacht und vermutlich ist es das letzte, was seine Fans von ihm erwarten. “Ich sagte mir einfach irgendwann: Wenn ich es jetzt nicht mache, dann passiert es nie“, erklärt Paul.

Um es auf den Punkt zu bringen: Er war einfach der Ansicht, dass die Songs, die “die Grundlage für einen guten Teil von Johns und Pauls Arbeit bildeten“, endlich die Anerkennung bekommen müssten, die ihnen zusteht. Außerdem sind auf dem Album zwei neue von Paul geschriebene Songs im Geiste eben dieser Klassiker.

“Als ich anfing zu schreiben und zu komponieren, merkte ich, wie gut diese Songs strukturiert waren und ich denke schon, dass ich dadurch viel gelernt habe“, erklärt Paul. “Ich fand Künstler wie Fred Astaire ziemlich cool. Songschreiber wie Harold Arlen, Cole Porter usw. fand ich einfach magisch. Und als ich dann selbst Songs schrieb, merkte ich, wie gut gemacht und schön diese Stücke waren.“

Für dieses Album wollte Paul unbedingt einen neuen Weg beschreiten und holte sich dafür die Unterstützung von LiPuma und Diana Krall mit Band, die ein extrem hohes musikalisches Niveau mitbrachten und Pauls Gefühl und seinen Respekt für die Musik komplett verstanden. Auch die Studioaufnahmen waren für Paul eine neue Herausforderung: Es war das allererste Mal, dass er ausschließlich in der Gesangskabine arbeitete – ohne Instrument, ohne Gitarre, ohne Bass und ohne Piano. So entstanden Gesangsaufnahmen, wie wir sie noch nie zuvor von Paul gehört haben.

Er fügt hinzu: “Es war sehr spontan und ein ganz natürlicher Prozess. Es hat mich daran erinnert, wie wir mit den Beatles gearbeitet hatten. Wir brachten einen Song mit ins Studio und probierten entspannt ein paar Sachen aus und wenn wir dann eine konkrete Vorstellung hatten, machten wir eine Aufnahme. Und währenddessen lernte auch jeder den Song ganz nebenbei. So lief das ab. Die Aufnahmen entstanden dann live im Studio.“

“Für mich war es sehr wichtig, nicht die offensichtlichsten Songs auszuwählen. Viele dieser Klassiker sind gar nicht so bekannt und ich hoffe, dass die Leute Lust auf eine angenehme Überraschung haben.”

Das Album wurde im Laufe des Jahres 2011 in den legendären Capitol Studios in Los Angeles, New York und London aufgenommen. Auf den beiden Eigenkompositionen ‘My Valentine’ und ‘Only Our Hearts’ haben Eric Clapton bzw. Stevie Wonder als Gastmusiker mitgewirkt.

 

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