Albumcheck | Too big to fail von Die Aeronauten

Too big to fail, das hat man in den letzten Jahren des Öfteren vernehmen können. Der Begriff entstammt der US-amerikanischen Finanzwirtschaft aus dem Jahr 1914. Too big to fail oder auch systemrelevant: so werden Unternehmen bezeichnet, die bei einer Insolvenz die Volkswirtschaft eines Landes ins Wanken bringen können. Meistens werden sie daher mit (zumeist staatlichen) Mitteln unterstützt. Erinnern wir uns an die Bankenkrise, wo hunderte (!) Banken mit staatlichen Geldern vor der Insolvenz gerettet wurden. Täglich werden wir weiterhin mit neuen Krisen aus der Finanzwirtschaft konfrontiert. Diesen Umstand haben sich auch die Aeronauten mit ihrem neuen Longplayer „Too big to fail“ zu nutze gemacht, der am 03. Februar auf Rookie Records erscheinen wird.

Das Besondere an dem Longplayer? Am 3. Februar 1992 erschien die erste Aeronauten-Kassette „Alles wird gut“ und nun 20 Jahre später erfolgt die Veröffentlichung von dem Doppelalbum „Too Big To Fail“. Bei einer Gesamtlänge von 84:12 Minuten Laufzeit und 26 Titeln kann man als Musikkritiker schon mal die Krise bekommen. Aber letztendlich sollen sich die Fans über das Werk freuen. Wir wurschtelten uns schon irgendwie durch. Und was bietet „Too big to fail“?

Eine Menge Spaß und hippe Musik. Die Schweizer hauen mal wieder voll auf die Pauke. Schließlich spielen sie wieder ihre bekannte Mischung aus Pop, Garagenrock, Punk und Soul. Die Liedtexte sind nicht allein in deutscher Sprache. Es finden sich auch andere kleine aber feine Spitzfindigkeiten auf der Platte. Parodiert wird mal wieder was das Zeug hält. Etwas düster ist es ja schon, das müssen wir zugeben. Doch nur teilweise. Ferner machen die Aeronauten keine Gefangenen. Der Humor darf nicht fehlen.

Tanzwütige Zuhörer kommen ebenso auf ihre Kosten. Und was vermögen die Ohrenzeugen sonst noch geboten bekommen? Eine Reise mit Kurz- und Filmgeschichten, seltsame Namen für Songs, klasse Texte, Witzigkeit ohne Grenzen und vieles, vieles mehr.

Die Aeronauten kann man nicht beschreiben, man muss sie einfach hören und genießen. Einfach herrlich! Großes Kino! „Too big to fail“ hat seine Berechtigung verdient.

Hier die LIVE-Termine:

  • 28.01.12 CH-Chur, Werkstatt
  • 03.02.12 CH-Thun, Mokka
  • 09.02.12 Wiesbaden, Schlachthof
  • 10.02.12 Stuttgart, Zwölfzehn
  • 11.02.12 Schrobenhausen, Cantona
  • 13.02.12 München, Feierwerk
  • 14.02.12 Nürnberg, Desi
  • 15.02.12 Berlin, Festsaal Kreuzberg
  • 16.02.12 Hamburg, Hafenklang
  • 17.02.12 Kiel, Hansa
  • 18.02.12 Bremen, Die Treue
  • 02.03.12 CH-Zürich, Theater Gessnerallée
  • 03.03.12 CH-Schaffhausen, Cardinal
  • 08.03.12 CH-Bern Rössli Bar, Reithalle
  • 09.03.12 CH-St. Gallen, Palace
  • 16.03.12 CH-Basel, Rossstall Kaserne,
  • 29.03.12 CH-Luzern, Schüür
  • 30.03.12 CH-Biel, U.F.O. (St. Gervais)
  • 31.03.12 CH-Winterthur, Gaswerk



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