Albumcheck | Laut, hart, schnell – Dead Label: Sense Of Slaughter

(English translation below)

Das rabiate Trio von der grünen Insel Irland lehnt kategorisch ab, sich in ein Metal-Subgenre einzuordnen. Sie wollen kein Label aufgepappt bekommen und nennen sich folgerichtig Dead Label. In der Tat ist dies auf alle Fälle ein unglaubliches Geknüppel, und passend zum Credo der  Schubladenfreiheit prügelt völlig undamenhaft ein Mädchen auf die Schießbude ein. Soweit zur Verachtung der Klischees.

Der, äh, Gesang von Bassist Dan O‘ Grady klingt, als müsse er seine Kehle vorm Auftritt zunächst mit Rohrfrei freigurgeln. Schlagzeugerin Claire Percival blastet die Beats virtuos als ein wahres  Trommelfeuer (Man beachte das großartige Wortspiel!) , und der Eierschneider wird von Danny Hall gefoltert, als müsse er darauf Gemüse für ganz Celbridge hobeln.

Jedenfalls ist der Titel Sense of Slaughter Programm! Den meisten Eindruck machen in der Tat die Drums, die exzellent und variantenreich gespielt sind in einer auf den ersten Eindruck nicht zu variantenreichen Mucke. Wobei die geneigten Metalheads sich bitte nicht mit dem  ersten  Eindruck bescheiden mögen! Schon beim zweiten Durchlauf entblättert sich die Scheibe und offenbart mehr Qualitäten als genanntes Getrommel. Wenngleich die Vocals manchmal doch ein wenig zu eintönig überkommen. Wobei dies auch Geschmachssache ist.

Auf jeden Fall ist das Geholze von Dead Label insgesamt durchaus hörenswert. Und ein netter Kontrast zu dem sonst üblichen folkloristischen Saufgeschunkel.

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Due to many requests here’s an english version:

The rowdy three from Green Island Ireland categorically reject being sorted(?) into metal subgenres. As they don’t want a label pasted on them they logycally named themselves „Dead Label“. Indeed it’s incredible thrashing, and matching the creed of independence there’s a GIRL beating completely un-ladylike like a gatling gun. So much for the disdain of clichés.

The, er, _singing_ of bassist Dan O’ Grady seems to need to be cleaned by gargling DOMESTOS before each gig. Drummer Claire Percival is blasting the beats like a bombardment, And the egg slicer is being tortured by Danny Hall, as if he had to slice vegetables for the whole city of Celbridge.

Anyway, the title „Sense of Slaughter“ is programmatic (?). In fact, most impressive are the rich in variety and really excellent played drums in -in the first impression- not too varied music. But the inclined metalhead should not bie (un)satisfied by the first impression!

Even on the second run the record reveals more qualities.
Although sometimes the vocals are a bit too monotonous, but this is also a question of taste.

Anyway, the thrashiong of „Dead Label“ is definitely worth listening. And a nice contrast to the usual folk drunk swaying.

Pardon my english…

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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