Albumcheck | „Fourth Autumn“ lassen es krachen!

Den unvorbereiteten Hörer dürfte die Musik treffen, als würde er mit einem getunten Kampfpanzer beworfen. Abrupt hört er sich konfrontiert mit den Geräuschen, vor denen Eltern ihre Kinder warnen und welche von Predigern als direkt aus der Hölle kommend verdammt werden!

In einer Art Schrottpresse werden alle wirklich harten Metalle zu kantigen Klötzen konglomeriert. Fourth Autumn mitsamt ihrem Debutalbum „Mock The Weak“ klingen so richtig häßlich und brutal. Das ist ganz sicher kein Stoff für den Mutantenstadl! Die vier Waliser (Wales? Eine Brutstätte des Bösen, wie zum Beispiel Anthony „Hannibal Lecter“ Hopkins und Lemmy Kilmister!) nennen das Ergebnis „Blackened Death Metal“, was den Kern der Sache recht gut trifft. Ich würde lediglich einen Schuss Thrash ergänzen wollen.

Sehr vielversprechend, die Scheibe. Als würden Slayer, Deicide und Immortal gleichzeitig böse sein. Und um zu unterstreichen, wie böse diese Buben sind, führen sie unter ihren musikalischen Einflüssen neben The Black Daliah Murder und Behemoth auch unaussprechliches wie Rick Astley an. Keine Sorge, man hört ihn nicht zu sehr heraus. Dafür sprechen schon Titel wie „Rotting Hill“ oder „Rigor Mortis (Makes Me Stiff)“, welche den vierten Titel ins rechte Licht rücken: „Black Humour“.

Das Plattencover passt ausgezeichnet zur Musik- die düsteren Gestalten in klassischen Pestmasken verkünden Unheil! Allein, gar so düster wie das Bild ist die Musik dann auch nicht. Gewiss, jedermanns Ding wird es nicht sein, doch wer auf die vorhin genannten Metallkapellen schwört, der kann den Schwur um erweitern.

Metalheads sollten auf jeden Fall ein Ohr riskieren!

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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