Albumcheck | Chris Isaak goes Beyond The Sun

Chris Isaak ist  wie etliche Künstler in der Unterhaltungsbranche mehrseitig, er hat Fuß gefasst sowohl in Musik als auch im Filmgeschäft.

Chris Isaac sagte, er habe dieses Album schon immer einspielen wollen. Dieses Album, „Beyond The Sun“, ist eine Zusammenstellung einiger, und zwar genau neunzehn, der wichtigsten Rock’n’Roll-Songs der Fünfziger. Vertreten sind Titel wie „Great Balls Of Fire“ von Jerry Lee Lewis, „Ring Of Fire“ von Johnny Cash oder „Pretty Woman“ von Roy Orbison.

Eine exquisite Auswahl sauber eingespielter Titel. Nur klingt der etwas zurechtgepoppte gute alte Rock’n’Roll irgendwie kastriert.

Glatt abgemischt und zwar engagiert, doch brav eingespielt verliert der einst zu Klang gewordene Aufstand gegen das Spießertum der Erwachsenheit Hormone, Schweiß und Blut. Kein Whiskey, kein knatterndes Moped.

Nicht, dass die Platte wirklich schlecht wäre, doch ist dies kein echter Rock’n’Roll, sondern Nostalgie-Pop, der bestens geeignet ist als Berieselung eines Restaurants. Nun, angenehm zu hören ist die Scheibe. Und genau das ist das Problem.

 

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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