Albumcheck | Black Orchid von Malia

So manche Sängerinnen aus dem Genre Jazz kommen irgendwann nicht drum herum, sich der US-amerikanischen Jazz-Sängerin Nina Simone zu widmen. Ähnlich wie bereits Lyambiko schlägt auch nun Malia die Töne der verstorbenen Künstlerin an.

Mit ihrem Tribute-Album “Black Orchid“ widmet sich Malia mit Haut und Haaren den Werken von Nina Simone, welche hauptsächlich mit der “Black Classical Music“ Erfolg hatte und dieses Genre entschieden prägte. Ihre Fans nannten sie liebevoll „Hohepriesterin des Soul“. Simone’s Texte handelten von Rassismus und dessen Ungerechtigkeit. Sie unterstütze die Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King.

Malia, die nun in die riesengroßen Fußstapfen von Simone tritt, wuchs als Kind einer schwarzen Mutter und eines weißen Vaters in der britischen Kolonie Malawi in Südafrika auf. Auch ihr ist Rassismus nicht fremd.
Vor dem Album “Black Orchid“ hat Malia bereits die drei Alben „Yellow Daffodils“, „Echoes Of Dreams“ und „Young Bones“ veröffentlicht. Lobgesänge von Kritikern mit inbegriffen. Ein ähnliches Szenario wird sich auch mit diesem Longplayer abzeichnen müssen.

„Black Orchid“ weist sowohl die Faszination von Nina Simone’s Werken auf, als auch eine treffende Kombination eigener Interpretationen Malia’s. Die Jazz-Sängerin lässt den Liedern ihren eigenen Spielraum um zu wirken und kokettiert mit neuen lebenden Klanggeschichten.

Ruhig und andächtig. „Black Orchid“ wirkt zu keiner Zeit zu aufgesetzt oder zu überladen. Die gefühlvollen Balladen verbreiten ein wohliges Gefühl und bieten Geborgenheit.

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