Albumcheck | 120 DAYS II

Für das Showgeschäft unglaublich lange fünf Jahre erlaubten sich 120 Days für den Nachfolger ihres preisgekrönten Debutalbums zu brauchen. Andere Musiker sind danach weg vom Fenster. Andere hingegen, wie diese vier Norweger, sind zäh wie tørrfisk.

Sie sind zurück. Und das Album wird hierzulande ab dem 9. März in den Regalen stehen.Vorab, die Mucke ist nicht so düster wie das Buch, welches der Band für ihren Namen Pate stand: „Die 120 Tage von Sodom“ des noch heute umstrittenen Marquis de Sade, welches unglaublich grässliche und sadistische sexuelle Exzesse schildert. Eher beruhigend ist die leicht blubbernde Atmosphäre.

Dunkel wabern Synthesizerklänge in sphärischem Hall. Mal getragen, mal treibend, mal getrieben, doch niemals hektisch gluckert die Elektronik ins Ohr.

Den von der Band postulierten Rock’n’Roll kann ich zwar beim besten Willen  nicht erkennen. Das macht aber nichts. Zwar ist dies kein „Hauptgericht“, doch ist das Album prima für nebenher zum Ausruhen. Oder, wie heisst das heute, „chillen“.

Ein nicht besonders aufregendes Werk. Und das ist auch gut so.

 

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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