Albumcheck | undun von The Roots

Es ist mittlerweile das elfte Album, dass The Roots am 02. Dezember auf Island Def Jam / Universal veröffentlicht haben. Kein Wunder, dass die amerikanische Hip-Hop Band auf eine solch stattliche Zahl von Longplayern kommt. Schließlich datiert die Gründung aus dem Jahr 1987. Ihren Stil könnte man als Organic Hip-Hop bezeichnen, der zudem noch ein bisschen Funk und auch Jazz vereint. Das Booklet der neuen Scheibe „undun“ ist in einem minimalistischem Schwarz/Weiß gehalten.

Die legendäre Crew aus Philly will den Großen der Branche zeigen, wie man wirkliche Musik macht. Ihren Siegeszug wollen sie mit 14 neuen Tracks bestreiten. Die erste Single „Make My“ feat. Big K.R.I.T. wurde bereits vorab bei iTunes veröffentlicht.

Aufgrund dessen und der bisherigen Diskografie der Jungs waren die Erwartungen natürlich sehr hoch. Wer die Scheibe auf die Ohren bekommt und das genre mag, wird sicherlich nicht vor Enttäuschung ins Gras beißen, sondern eher Luftsprünge zelebrieren. Mit dieser Platte erkennt man, dass Hip Hop noch längst nicht zur aussterbenden Rasse gehört. Auch legen The Roots auf eine saubere Umsetzung. Sparsam instrumentalisiert, cooler und weicher Kopfnicker-Beat. Kein Hauch von billigem Dance-Sound. Irgendwie ein bisschen „Old school“ aber in einer neuen glanzvollen sowie souligen Verpackung.

So präsentiert sich „undun“ als gut durchdachtes Konzeptalbum, welches die Geschichte des fiktiven Charakters Redford Stevens nacherzählt.

Nach einem wirklich schrägen Opener beheimatet der zweite Song „Sleep“ soulige Timbre, die sofort in Mark und Bein übergehen. Er läutet die dunkle Grundstimmung der Scheibe perfekt ein, die sich wie ein roter faden durch das ganze Album zieht. Die erste Singleauskopplung „Make My“ verbreitet zugleich eine gewisse Nachdenklichkeit, die jedoch nicht aufgesetzt wirkt.

Für den perfekten Flow sorgt ebenso der Track „The Other Side“ wogegen „Stomp“ etwas derber wirkt. Doch auch die Titel „Lighthouse“, „I Remember“ oder „Tip The Scale“ haben mit ihren Melodien viel zu bieten.

Faszinierend wirken auch die letzten vier Stücke, die mit einer Gesamtspiellänge von gut fünf Minuten die Highlights bilden. Die instrumental ja, fast konservativ-klassischen Stücke runden das Werk „undun“ grandios ab.

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