Albumcheck | Kafkatrax von Wolfgang Voigt

WOLFGANG VOIGT ist Mitbetreiber des Kölner Kompakt-Imperiums und gehört mit zu den einflussreichsten Technoproduzenten in DEutschland. Ferner kann er auf eine unendliche Diskografie zurückblicken. Voigt zeichnet sich durch seine nie endenden Grooves und experimentelle Musik aus. Neben seinen Ambitionen in der Technolandschaft konnte Voigt mit seinem Projekt Gas punkten, in dem er Kompositionen von Richard Wagner und Alban Berg neu interpretierte. Damit machte er sich nicht immer beliebt, konnte aber dennoch seinen eigenen Stil durchsetzen. Nun hat Wolfgang Voigt am 10. Oktober sein Werk „Kafkatrax“ veröffentlicht.

„Kafkatrax“ ist eine musikalisch surreale Scheibe, die eine aktuelle Hörbuchproduktion als Grundlage gewählt hat. So hat Voigt mehrere Schichten von Stimmen zu einem elektronischen Sound zusammengeformt und teilweise übereinandergelegt, aus denen einzelne Worte und auch einzelne Phrasen herauszuhören sind. Für einen ungeübten Hörer mag es verwirrend wirken. Dennoch bekräftigt ein klarer Beat die Wirkung des Abstrakten. Der musikalische Bezug auf literarische Werke von Franz Kafka bleibt vollends unentdeckt.

So könnte sich der Zuhörer fragen welche Drogen der musikalische Künstler genommen haben muss, um solch eine Musik zu produzieren. Wer Voigt kennt, wird jedoch über seinen klaustrophobischen Erguss erfreut sein. Vergleichsweise zu anderen Produktionen Voigts wirkt „Kafkatrax“ eher verhalten. Reinhören lohnt sich trotzdem.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.