Albumcheck | Here I am von Kelly Rowland

“I’m Dat Chick” ist der Opener des neuen Longplayers von Kelly Rowland, der bereits seit Freitag in den Läden steht. Das neue Album hat die amerikanische Sängerin schlicht und ergreifend “Here I Am” genannt.
Ihr letztes Werk “Ms. Kelly” liegt bereits vier Jahre zurück. Natürlich lag sie in der Zwischenzeit nicht auf der faulen Haut. So hat die 30-Jährige ihre Fans mit Songs beglückt, die während ihrer Zusammenarbeit mit David Guetta entstanden sind. Doch die Zeit war reif für ein neues Album. Und da sind wir nun. In den USA wurde der Longplayer schon im Sommer veröffentlicht und stieg in die Top-3 der Charts ein und wurde bereits vergoldet. Da liegen die Ansprüche natürlich hoch.

Für „Here I Am“ hat Kelly Rowland sich eine ganze Reihe von angesagten Produzenten und Songschreibern ins Boot geholt. So werkelten Dr. Luke, Stargate, Salaam Remi, Ne-Yo, Rico Love, Jim Jonsin, RedOne, Tricky Stewart, Esther Dean, Rodney Jerkins und David Guetta im Studio an einem anhörbarem Werk, das etliche Hitkandidaten vorweisen kann.

“Das hier ist haargenau der Sound, mit dem ich mich zurückmelden wollte, mit dem ich ‘Hier bin ich wieder’ sagen wollte”, so beschreibt Kelly ihren Longplayer.

Musikalisch ist „Here I Am“ sehr vielfältig. Allerdings kehrt sie dem puren R&B immer mehr den Rücken, was ich persönlich sehr schade finde, da sie für R&B eine sehr schöne Klangfarbe besitzt. Titel wie “Each Other”, “Turn It Up” oder die David Guetta Nummern (“Commander” und “When Love Takes Over”) sind sehr discolastig, was einem mittlerweile schon extremst auf den Wecker geht, weil es einfach nur noch gespielt wird.

Der Ohrenzeuge benötigt zudem eine gewisse Eingewöhnungsphase, um sich auf den Longplayer einzulassen. Dafür entfaltet sich die Stärke mit jedem erneuten Ohrwaschgang ist, was man sicherlich positiv bezeichnen kann. Neben den schnellen Tanznummern bieten sanfte und melodische Tracks einen guten Kontrast zu dem elektrolastigen Sound.

Es scheint für Kelly eine Passion zu sein: Erst in der Zusammenarbeit mit anderen Künstlern erkennt man ihren wirklichen Wert. Dort blüht sie auf, wie eine schöne Rose.

Mit „Here I am“ hat Kelly Rowland ein solides Werk veröffentlicht, das zwar keine großen Überraschungen birgt, aber durchaus hörenswert ist.

Schon bei Destiny’s Child wusste sie, wie man Hits macht. Über 60 Millionen verkaufte Alben sprechen eine eindeutige Sprache. Dennoch scheint es, als würde ihr besonders die Zusammenarbeit mit anderen Acts wirklich zum Wachstum verhelfen und dafür sorgen, dass sie sich weiterentwickelt. Für “Here I Am” hat sie sich eine ganze Riege an Produzenten ins Boot geholt: Dr. Luke, Stargate, Salaam Remi, Ne-Yo, Rico Love, Jim Jonsin, RedOne, Tricky Stewart, Esther Dean, Rodney Jerkins und eben David Guetta. Das Ergebnis ist ein Album voller Facetten, dessen erste Auskopplung “Down For Whatever” Kelly wieder ordentlich in die Charts bringen dürfte.

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