Albumcheck | From Birthdays To Funerals von Death by Chocolate

Death by Chocolate – Ein sehr seltsamer Name für eine Band. Gefunden hat ihn das Schweizer Quintett in London auf einer Speisekarte. „Irgendwann saßen wir in einem Restaurant, das als Dessert „Death By Chocolate“ anbot. Ich hab´s probiert, es ist ein Mörder-Schokoladenkuchen, der sich wie ein Faustschlag in den Magen anfühlt.“ Eine süße Versuchung, nicht frei von Gefahr, diese Idee gefiel den Mannen aus Biel und so wählten sie Death By Chocolate zu ihrem Namen. Somit hätten wir das schon einmal geklärt.

Die Jungs machen seit 2003 zusammen Musik. Mit Hilfe des klassischen Rock´n´Roll der 50er fanden sie immer mehr zu ihrem eigenen Stil. Und das ohne anfänglich eigene Instrumente spielen zu können. Geschweige denn gesangstechnisch überhaupt etwas drauf zu haben. Sie lernten von Klassikern von Elvis und Chuck Berry. Songs wie Little Richards „Good Golly Miss Molly“ spielen sie noch heute. Doch auch Tracks von Led Zeppelin oder Deep Purple haben sie bei ihren Live-Gigs im Repertoire. Death By Chocolate haben ihren eigenen Sound, den man quais als „zeitlosen Rock´n´Roll“ bezeichnen könnte.

Neben Coversongs hat die Band stets eigene Lieder gespielt. Obwohl die Jungs lange Zeit kein Interesse an Plattenaufnahmen hatten, haben sie es nun doch geschafft. Ihre Ambitionen ins Studio zu gehen reifte erst nach dem Einstieg von Schlagzeuger Julien Pinheiro. Das erste Resultat war die EP „My Portable Love“, nun folgt das Debütalbum „From Birthdays To Funerals“, welches am 20. Januar 2012 erscheint.

Auf dem Longplayer sind elf Songs vertreten, die mitreißen und den Hörer mit ihrer fesselnden Energie packen. Sie sind raffiniert und robust zugleich.

Die Ideen, meist von Frontmann Mathias Schenk im Proberaum mit der gesamten Band zu kompletten Songs ausgearbeitet, brillieren auf ihre eigene ganz besondere Art. Ähnlich den Texten, die ebenfalls aus der feder von Matthias stammen. In „Our Fathers Ghosts“ singt er etwa über das Verhältnis von Vätern und Söhnen, dabei widmet er sich speziell der Kritikfähigkeit der verschiedenen Generationen. „Curtain Call“ dreht sich um die Beziehung eines Einzelgängers zur Masse, während „Demopolis“ von Hoffnung, Enttäuschung und Heimweh handelt.

Angesichts der hohen Qualität ihres Albumdebüts können es die fünf Bieler kaum erwarten, auf die Straße zu gehen und ihre explosiven Hymnen in möglichst vielen Ländern live zu zünden. „Wir haben hart gearbeitet und etwas Gutes geschaffen“, sagt Mathias selbstbewusst, „nun wollen wir die Bühnen möglichst vieler Länder rocken.“

Jedoch sei angemerkt, dass der Longplayer häufig etwas eintönig klingt und nicht den richtigen Blues aufweist. Dennoch machen Death by Chocolate ihre Sache ganz gut.

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