Megadeth: Th1rt3en. Defaced zwar, doch nicht gesichtslos.

Plattencover 13 von Megadeth

Man erkennt die Herrschaften um Dave Mustaine immer noch. Auch wenn irgendein Spaßvogel die Idee hatte, den Titel des dreizehnten Studioalbums (mit ausgerechnet dreizehn Titeln darauf, das passt ja! Und das 13. Stück heißt auch noch 13!!!1einsELF) nerdy und und völlig unmetallisch zu defacen. Nun, Designkram, egal.

Auch nach mittlerweile 28 Jahren haben Megadeth noch immer genug Thrash in der Hose, um unverwechselbar zu sein. Während beispielsweise die neueren Werke von Metallica kaum noch an die „Alten Zeiten“ erinnern, Megadeth knüppeln noch immer vor sich hin, als sei die Zeit stehengeblieben.

Blödsinn, natürlich hat sich auch bei ihnen etwas verändert. Man wird nicht jünger. Macht nichts. Wer dieses Album kauft, bekommt, was er will. Nichts grundsätzlich Neues, doch niemals langweilig kratzen sich die Riffs elektrischer Gitarren ins Gehör.

Wenn die Gruppe sich schon „Millionentod“ nennt, bietet ein Titel wie „Sudden Death“ einen konsequenten Einstieg mit schrägen Arpeggien als Vorspiel, die sich mit später einsetzendem solidem Schrappen ergänzt. Bewährt zieht sich dieses Konzept durch das gesamte Album, welches zwar nicht sensationell überkommt, doch bewährtes Handwerk bietet. Megadeth bleiben ihren Wurzeln treu, zwar  auch ohne wirklich neue Aspekte, aber dennoch mit abwechslungsreicher Arbeit, die nicht langweilig zu werden droht.

Zumindest Fans sollten mit dem Opus gut zufrieden sein. Auch wenn nicht viel Neues kommt. Oder gerade deswegen.

 

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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