Albumcheck | Nerve von Marionette

Cover: Nerve von Marionette

Die skandinavischen Länder als Heimstatt zu haben scheint einen Hang zu etwas ruppigeren Varianten des Metal zu begünstigen. So auch bei den sechs Göteborgern von „Marionette“, die mit „Nerve“ ihr drittes Album auf die Fans loslassen. Die Membranen der LautsprecherInnen sind schwer erschüttert- Justin Bieber ist anders! Der Drummer legt gekonnt ein bebend vibrierendes Fundament, das aus wesentlich mehr besteht als nur aus Blast Beat. Das nicht-geblastete ist fast beängstigender!

 

Darüber baut sich der Rest auf- meist blackmetal-staubsaugerartig ähnlich den Black-Metal-Extremisten von Emperor und Co. Dann aber, immer wieder, wird das Instrumentarium zurückgenommen und geradezu zärtlich und zugleich virtuos behandelt. Die Musik hat es in sich, ausgetüftelt und hörenswert. Leider gibt der Sänger alles. Die ganze Zeit. Ohne viel erkennbare Variation, was den Eindruck erheblich schmälert. Hier wäre weniger mehr gewesen. Dies ändert nichts daran, daß die Scheibe empfehlenswert ist. Es sei denn, man steht auf Bubi Bieber.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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