Konzertcheck | Söhne Mannheims in der Lanxess Arena

Tatort: Köln, Tatzeit: 20:00 Uhr, Tatverdächtige: Söhne Mannheims, Tatmotiv: Casino BRD Tour.
Wer kennt sie nicht? Die Söhne Mannheims bestehend aus den vier Sängern Michael Klimas, Henning Wehland, Timo Oac und Xavier Naidoo, den Rappern Marlon B. und Metaphysics, sowie Robbee Mariano, Andreas Bayless, Kosho, Ralf Gustke, Bernd Herrmann, Florian Sitzmann, Michael Herberger und dem DJ Billy Davis. Schon seit Jahren unterwandern sie die deutsche Musikszene mit schönen Melodien und wohlklingenden Texten. Am gestrigen Abend zeigten die Söhne Mannheims ihr Können vor dem Kölner Publikum.

Schon beim Einlass erhielt der Konzertbesucher ein kleines Dankeschön in Form einer Live-DVD der Izon Tour. Weitgehend positiv gestimmt, was nicht zuletzt auch auf das freundliche Sicherheitspersonal der Lanxess Arena zurückzuführen ist, begab man sich also in die Tiefen der arenischen Gemäuer. Auf großes Schnick-Schnack wurde seitens der Söhne verzichtet. So begab es sich, dass KEINE Vorband auftauchte. Schon allein dieser Umstand überraschte.

Somit begann das Konzert (fast) pünktlich. Ein riesiges visuelles Feuerwerk auf Leinwände gebannt trieb die Gänsehaut auf und durch den ganzen Körper. Im Magen wurde es mir flau. Ein Umstand, der mir nur bei wenigen Konzerten bekannt ist. Und schon ging es ab. Zumindest auf der Bühne.

Der erste Teil des Konzertes, das Casino BRD wurde von den Zuschauern verhalten aufgenommen. Mit Smokings, weißen Hemden und Fliegen bekleidet musizierten sich die Beteiligten in die Ohrkanäle der Zuschauer. Wahrlich keine leichte Kost, explizit die Texte. Der zweite Teil des Konzertes, eine Art Unterstützung von amnesty international in orangefarbenen/weißen Overalls mit Vornamen und Nummern, die an die Häftlinge in Guantanamo erinnern, war ebenfalls nicht leicht zu verdauen. Wollen Zuschauer soviel „Wahrheit“ auf einem Konzert oder wollen sie doch einfach nur unterhalten werden.

Im Gespräch mit einigen Fans konnte ich einigen Unmut ausmachen, der sich allerdings hauptsächlich auf die Reggae-Einlagen bezog. Ferner fand in den ersten zwei Teilen kaum eine Interaktion mit dem Publikum statt, so dass einige Fans das seltsame Gefühl ergriff, die Söhne Mannheims würden lediglich ihr Repertoire runterspielen.

Zum dritten Teil des Konzertes konnten wohl auch die letzten Meckerliesen ihre Befriedigung in der Musik der Söhne finden, die stilistisch im Bereich Rap, Soul, Rock und Reggae angesiedelt ist. Hier wurden Songs dargeboten, wie man sie von den Söhnen liebt. Beeindruckend, dass das Publikum an den Lippen der Musiker hing und zugleich lauthals mitsang.

Für gute Unterhaltung war also gesorgt. Der Sound war genial, die Umsetzung ebenso und *nur mal so angemerkt, Xavier Naidoo hat eine wahnsinns-Stimme.

Einziges Mankow: Die Garderoben-Frage! Im Winter sollte man schon seine Jacke an einer Garderobe abgeben können. Aber das liegt ja nicht in der Schuld von den Söhnen.

Das Konzert: Marke Empfehlenswert!

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