Konzertcheck | Erasure im E-Werk

Das schlechteste bei Konzerten ist, dass sie irgendwann einmal zu Ende sind. Nach unserem Interview mit Andy Bell von der Kult-Band Erasure, waren wir natürlich auf einen wunderschönen Live-Gig gespannt. Das Interview werden wir übrigens morgen online stellen. Am Eingang ging alles gesittet ab. Nach und nach füllte sich die Schlange. Der Einlass erfolgte pünktlich. Als Konzertbesucher hatte man die Möglichkeit seine Jacken abzugeben. Die Garderobe war sehr gut organisiert und auch auf der Toilette, die übrigens sehr sauber waren, hatte man keinerlei großartige Probleme. Für die Verpflegung wurde ebenfalls gesorgt. Es gab zahlreiche Getränkebars und eine Snackbar, in der man sich sogar hinsetzen konnte. Zuviel zum Drumherum, welches schon sehr positiv auffiel.

Zum Einheizen der Fans begab sich eine noch recht unbekannte Musikerin auf die Bühne. Eine junge Künstlerin namens Nessi gab ihre wunderschönen Songs zum Besten. Die 20-jährige Wahl-Berlinerin verzauberte das Publikum mit ihrer klaren Stimme und konnte sehr viel Applaus einheimsen. Auch wenn der Auftritt von Nessi vergleichsweise kurz war, blieb er dennoch im Gedächtnis.

Nun gab es erst einmal eine Pause. In dieser Zeit konnte man ein wenig durchatmen. Dann wurde es Zeit für Erasure. Mit einem Römerhelm auf dem Kopf und einer roten Pailletten besetzten roten Jacke betrat Sänger Andy Bell unter tosendem Gejubel in Begleitung von zwei Background die Bühne. Auch Vince Clarke hatte ein rote Paillettenjackett an. Ein antiker Torbogen, silberne Skulpturen, die Käfigen ähnlich sind und grässliche Dämonen sorgten für ein düsteres Ambiente.

Die Auswahl der Songs war breit gefächert. Erasure spielten Stücke aus ihrem neuen Album sowie ihre beliebtesten Hits. Neben „Drama!“, „Ship Of Fools“, „A Little Respect“, „I Love To Hate You“ gesellte sich, der sonst im Hintergrund aktive, Vince Clark mit seiner Akustikgitarre auf die vordersten Gefilden der Bühne.

Andy Bell beglückte die Zuschauer in hautengen Kostümen und auch mit seinem Michael Jackson T-Shirt. Zudem hat der Sänger neben seiner starken Bühnenpräsens auch eine enorme Stimmgewalt. „Oh, l’amour“ wurde zur Zugabe auserkoren. Besonders lustig waren, das Geknutsche von Andy Bell und Vince Clarke, die damit den Track „A little Respect“ einläuteten. Ferner blieb in Erinnerung, dass bei dem Song „be with you“ Andy vom zettel abgelesen hat. Das macht doch einen Künstler erst sympathisch, oder? Da das Publikum altersmäßig gemischt war, kam auch die Auswahl der gesamten Tracks sehr gut bei den Besuchern an. Auch uns hat es sehr gut gefallen. Wir waren überrascht, wie viele Songs wir von Erasure kennen und zusätzlich von der gesamten Performance des Synthie-Duo.

Erasure war für uns ein tolles Erlebnis.

Fotocredit © Ralf Michael Rziatkowski – Albumcheck.de

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