Albumcheck | Quadrophenia: The Director’s Cut von The Who

Sicherlich werden einige denken, dass es an dem Album „Quadrophenia“ nichts Neues gibt. Schließlich wurde der Longplayer bereits im Jahre 1973 von The Who veröffentlicht und konnte in Deutschland Platz 7, in den USA und in den U.K. sogar Platz 2 der Charts erobern. Doch das Doppel-Album (damals noch auf Vinyl) wird nun in einer remasterten Version erneut auf den Markt geschmissen. Bei „Quadrophenia“ handelt es sich um das zweite Konzeptalbum bzw. die zweite Rockoper der britischen Band The Who, welche sogar 1979 verfilmt wurde.

The Who wurde 1959 von Roger Daltrey unter dem Namen „The Detours“ gegründet. Die Umbenennung in The Who erfolgte erst im Jahre 1964. Vielleicht war es Schicksal, aber dieser Name ließ die Band neben den Rolling Stones und den Beatles zu den einflussreichsten Bands der Musikgeschichte aufsteigen. Ihre kreative Schaffensphase erreichte ihren Höhepunkt in der Musik der 1960er und 1970er Jahre. The Who traten beim legendären Woodstock-Festival auf und wurden mit Auszeichnungen überhäuft.

Ihnen eilte der Ruf nach, nach Auftritten ihre Instrumente zu zerstören. Allgemeinen Angaben zufolge soll Sänger und Gitarrist Pete Townshend rund 3.000 Gitarren zerschmettert haben. Mittlerweile dürften The Who diese Eigenart abgelegt haben. Bis heute tritt die Band regelmäßig vor Publikum auf und kann mit einer riesen Bühnenshow und einem hammer Sound überzeugen.

Auch wenn sie heute kaum mehr in den Charts zu finden sind, haben sie die Musikgeschichte entschieden beeinflussen können und erfreuen sich einer breiten Fangemeinde.

Am 11. November gibt es das legendäre Quadrophenia als Director’s Cut in einer Deluxe Version zu kaufen, das zwei (!) Booklets beinhaltet. Die vertonte Geschichte über das Erwachsenwerden zeigt auch im Director’s Cut den Grund, warum sie zu den besten Alben der Musikgeschichte gehört. Die Booklets enthalten die Songtexte, eine Textfassung der Geschichte sowie Fotos zur Illustration der Geschichte. Außerdem gibt es eine persönliche Erläuterung von Pete Townshend.

Since then a DVD release has featured a concert version performed in 1997, but with a mono soundtrack. The time has come for me and my team to honour „Quadrophenia“ with a carefully presented package that features examples of the impact surround sound (quadraphonic) would have on the music, to remaster the vinyl mixes, and to collect and restore my demos. “ beschreibt Townshend

„I’m not trying to rewrite history…..I am making some surprising discoveries.“ so Townshend weiter.

Die Songs sind zeitlos und bestechen durch einen enormen Tiefgang. Townshend ist ein außergewöhnlicher Gitarrist. Seine musikalische Bandbreite umfassen die schnellen Anschläge der Akustikgitarre sowie ein breites Repertoire im Spiel von der E-Gitarren. Zudem  ist er ein sehr guter Pianist und Keyboarder. Sein Soundspektrum fliegt auf dem Longplayer „Quadrophenia: The Director’s Cut“ in himmlische Sphären.

Weiterhin sorgen die großartigen Vocals von Roger Daltrey für die richtige Umsetzung der Texte. Passend dazu, der Bass von John Entwistle. Da dürfen die Drums von Keith Moon nicht fehlen. Sie vervollständigen das Werk.

Der Longplayer lässt sich mit eigenen Worten schlecht beschreiben, denn manchmal reichen die eigenen Worte einfach nicht aus, um ein solches Werk zu beschreiben. Man muss es sich einfach kaufen und die Musik in sich aufgehen lassen. Quadrophenia ist die Geschichte über den jungen Jimmy, die Anfang der 1960er spielt.  Jimmy ist ein Mod und kommt aus dem Süden Englands.

Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspetive. Jimmy erzählt von seinen Problemen mit den Alltag, über die Probleme mit seinen Eltern und über seinen, für ihn, belanglosen Job. Sein Leben ist durch Selbstzweifel geprägt. Nur durch den Anschluss an die Mod-Subkultur erhofft er sich soziale Anerkennung und den Sinn des Lebens zu finden.

Jimmy setzt sich nach Brighton ab, um dort ein Boot zu entwenden, mit dem er übers Meer auf einem Felsen „strandet“. Dort wird er sich seiner „Quadrophenie“ bewusst.

„Quadrophenia: The Director’s Cut“ ist und bleibt mit eines der besten Alben, soviel ist sicher. Das limitierte Boxset bietet einzigartige Einblicke in die Entstehung des Longplayers.  Ferner enthält der Director’s Cut ein Remaster des Original-Doppelalbums sowie Pete Townshends bisher unveröffentlichte Demos, einschließlich einiger Songs, die es nicht auf das Album geschafft hatten.

Neben dem Boxset werden auch Doppel-LP, 2CD-Digipack und digitale Versionen veröffentlicht.

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