Albumcheck | Kopfkino von Goldkint

Man nehme eine Portion Andreas Dorau, mische es mit ein bisschen Deutsch-Österreichisches Feingefühl, füge Hubert Kah hinzu, hebe Peter Schilling darunter, würze es mit Fräulein Menke und püriere die Zutaten bis eine glatte Masse entsteht. Danach gebe man dem Gericht ein paar Noten und zusätzliche kleine Spitzfindigkeiten, so dass nach einer ausgiebigen Glitzerdekoration schließlich das Endprodukt „Goldkint“ herauskommt. Früher nannte man es NDW, wozu wir noch in der Schuldisco tanzten, heute nennt man es Retro oder auch Elektropop. Während die Musiker über dem großen Teich noch damit beschäftigt sind, den Eurodance-Sound der 90s neues Leben einzuhauchen, macht man sich hierzulande auf, neue Klangwelten zu erforschen.

Goldkint -> nein, wir haben keinen Schreibfehler drin. Der Name ist absichtlich gewählt. Man muss nicht Stefani Joanne Angelina Germanotta heißen, um ein bisschen gaga zu sein. Der Beatbastler und Soundtüftler Lübke und Jana Goldkint zeigen wie es funktioniert. Schrill, abgedreht und irgendwie: gaga!

Gegründet haben sich Goldkint erst im Jahr 2010. Dennoch kann sich die Musik, welche das Duo nun auf ihrem Debütwerk „Kopfkino“ präsentieren, durchaus hören lassen. Elf Tracks haben ihren Weg auf den Longplayer gefunden. Gesungen in deutscher Sprache und untermalt mit „Elektropop“.

Das Erfolgsrezept ist relativ einfach: mitreißende Beats, die sofort ins Ohr gehen und Texte, die jeder mitsingen kann. Betitelt als „Kraftwerk in der Sesamstraße”.

Goldkint klingen irgendwie „anders“, aber auch „vertraut“. Die Tracks kleben ein wenig wie „Scheiße am Schuh“, man wird sie einfach nicht los. Man weiß nie, ob Goldkint es nun wirklich ernst meinen oder ob sie den Zuhörer auf den Arm nehmen wollen.

Die CD „Kopfkino“ von Goldkint müsst ihr unbedingt gehört haben, weil sie so himmlisch scheiße ist. MEHR DAVON!

Anspieltipps:

  • Kopfkino
  • Paris
  • Fehlfunktion
  • Lokomotive

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