Albumcheck | Christmas von Michael Bublé

Es sind noch 49 Tage bis zum Heiligen Abend. Doch Michael Bublé hat sein Weihnachtsalbum „Christmas“ bereits am 28. Oktober veröffentlicht. Folglich müsste Bublé bereits im Sommer die Scheibe im Studio eingespielt haben. Kommt im Sommer eigentlich weihnachtliche Stimmung auf? Wohl kaum, es sei denn man gibt sich den Longplayer „Christmas“ auf die Ohren. Also müssen die Aufnahmen doch recht witzig gewesen sein. Und das reicht auch schon, um gute Musik zu machen.

Okay, ich muss zugeben: ich bin absoluter Michael Bublé Fan der ersten Stunden und hatte sogar die Ehre den kanadischen Ausnahmekünstler live in Düsseldorf zu sehen. Viele seiner Songs sind mir noch von herausragenden Künstlern und Filmen bekannt. Michael Bublé ist der moderne Frank Sinatra, der weiß wie er die Massen in seinen Bann ziehen kann. Er nicht einfach nur ein Künstler, sondern einer der wenigen Entertainer, die es noch gibt.

Seine Ausstrahlung, seine Bühnenpräsens und auch seine Stimme sind phänomenal. Und mit über 30 Millionen verkauften Tonträgern, 161 weltweiten Platinauszeichnungen , 4 ausverkaufte Welttourneen, 3 Grammys, 1 Echo und 9 Juno Awards im Rücken, lässt sich leicht ein fünftes Album einspielen.

Doch diesmal hat sich Michael Bublé mit seinem „etwas anderem Christmas-Album“ etwas ganz Besonderes einfallen lassen.

Und ganz ehrlich: „Christmas“ ist das BESTE Weihnachtsalbum, was ich nach langer Zeit von einem einzelnen Künstler gehört habe. Neben ein paar klassischen Weihnachtsliedern, wie „Santa Claus is coming to town“, „Jingle Bells“ und „Silent night“, findet auch Bublé’s eigens komponierter „Cold December night“ Song seinen Platz.

Es swingt, es groovt, es beruhigt. Man könnte das Werk also auch im Sommer hören. So macht sich während des Ohrwaschganges eine enorme Sehnsucht und eine Vorfreude auf das frohe Fest breit.

Der Ohrenzeuge sieht sich bereits in einer verschneiten Umgebung. Die Nächte werden länger, die Nasen der Mitmenschen sind rot und der Atem wird in der Kälte sichtbar. Alle Menschen sind warm eingepackt, tragen dicke Kleidung, Schals und Handschuhe. Die Lichter glänzen, weihnachtliche Gerüche strömen aus den Häusern und der Glühwein steht bereit. Hier eine kleine Schneeballschlacht. Kinder tollen im Schnee und fahren mit dem Schlitten.

Weihnachtliches Kopfkino pur, dass einem manchmal sogar zu Tränen rühren kann. Wen würde es also wundern, wenn man am Heiligen Abend ein kleines Tränchen verdrückt?

Wunderschön der Track „Ave Maria“. Und unvergessen der Titel „Winter Wonderland“, der bereits von Doris Day in der englischen Version und von Peter Alexander in der deutschen Version gesungen wurde. Da werden Kindheitserinnerungen wach.

Mit „Christmas“ ist Michael Bublé ein „besonderes“ Weihnachtsalbum gelungen. Hier zeigt sich, dass man Weihnachtssongs nicht einfach nur „nachsingen“ muss, sondern auch neu interpretieren kann. Die Aufnahmen sind gigantisch gut.

SEHR GELUNGEN! UNBEDINGT KAUFEN oder auch VERSCHENKEN!

Anspieltipps:

  • Jingle Bells
  • Silent Night
  • Santa Claus is coming to town
  • Winter wonderland

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