Albumcheck | Audio, Video, Disco von Justice

Tschingdarassabumm. Ein Digipack mit einem steinernen Kreuz drauf verheißt schon Gefährliches. Nun gut. Wir haben es allerdings bei dem aktuellen Album „Audio, Video, Disco“ von Justice nicht mit der Heavy Metal Coverband Justice aus dem schönen Frankenland zu tun, sondern mit den beiden DJs Gaspard Augé und Xavier de Rosnay, die zeitweilig eine gewisse Ähnlichkeit mit Daft Punk oder auch KLF aufweisen. Der Bezug zu Daft Punk mag sich sicherlich daraus ergeben, dass die beiden DJs denselben Manager wie Daft Punk haben bzw. hatten.

Pedro Winter!  Seines Zeichens Manager, DJ und Inhaber von Ed Banger Records, bei denen Justice unter Vertrag stehen. Nach dem Erstlingswerk “ † Cross Symbol“, welches die Tanzflächen von ganz Europa gerockt hat, lag die Messlatte natürlich sehr hoch. So wie man es von Justice gewöhnt ist, blieb die Verbindung von Gitarrenlastiger Tracks mit bretternen Elektrobeats auf der neuen Scheibe erhalten. Häufig kommt allerdings der Sound von Daft Punk aufs Tablet, was einem manchmal ein wenig zu denken gibt. Daft Punk sollte man noch nicht einmal versuchen nachzuahmen. Es würde nicht funktionieren, die sind einzig artig.

Ansonsten kann der Longplayer „Audio, Video, Disco“ durchaus überzeugen. Mit klaren Soundstrukturen, wunderschönen Melodien und prägnanten Texten entpuppen sich viele Tracks als reiner Hörgenuss, die entzücken. Außerdem kann man zwischendurch mal so richtig die Lautsprecher aufdrehen und so richtig steil gehen.

Und wenn man schon keine Vergleiche mit Daft Punk ziehen will, lässt sich feststellen, dass sich definitiv Vergleiche mit dem Glam Rock der 1970er ziehen lassen müssen!!!!

So bietet das Album für den gesunden Menschenverstand eine kleine Genrereise über die derzeitige Dekade hinaus. Die Scheibe entfaltet ihre wirkliche Qualität nach mehrfachem Hören. Jeder Ohrwaschgang birgt neue Überraschungen. Da es allerdings etwas ruhiger und leiser zugeht wie auf dem Erstlingswerk könnten einige Fans es den DJs übelnehmen. Dennoch ein würdiger Nachfolger und eine gute Entwicklung.

Anmerkung der Redaktion: Der Song „Audio, Video, Disco“ ist uns schon seit Jahren bekannt. Es muss ein Coversong sein. Wir haben nur noch nicht enträtselt, wie das Original heißt.

 

 

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