Albumcheck | The Sea of Memories von Bush

JAAAAAAA! Sie sind wieder da. Nach mehr als zehn langen Jahren werden Bush das neue Album „The Sea of Memories“ bei earMUSIC, dem Rock-Label der Edel AG veröffentlichen. In zwei Tagen ist es soweit. Der Longplayer wird als Einfach-CD sowie als limitierte Doppel-CD mit acht exklusiven Tracks erhältlich sein, welche die Band persönlich aus ihrem Archiv an unveröffentlichten Remixen und Live-Aufnahmen für den europäischen Markt heraus gekramt hat. Das schon allein ist Grund genug, sich die Scheibe zu kaufen.

Du darfst Dich also auf einen absoluten Knaller freuen, weil das Album „The Sea of Memories“ einen musikalischen Leckerbissen bietet und weil es sich schon jetzt um das Comeback des Jahres handeln soll.

Die britische Band hat sich 1991 als Future Primitive gegründet. Nach der Umbenennung in Bush und mit ihrer Erfolgsplatte „Sixteen Stone“ räumten sie alles ab und wurden hauptsächlich in den USA zu Superstars. Allerdings haftete der Band immer wieder der Ruf an, Bands wie Pearl Jam nachzuahmen. Nach und nach wurde es um Bush ruhiger. Zudem verfolgte Frontmann Gavin Rossdale eigenen Solo-Projekte und konnte in einigen Filmen auf sich aufmerksam machen. Zwischenzeitlich hat Rossdale die Sängerin Gwen Stefani geheiratet und ist Vater zweier Söhne.

Back to the rules werden sich Bush gedacht haben. Anders ist der neue Longplayer, der eine enorme Einschlagkraft besitzt, nicht zu erklären. Natürlich kann man mit 16 Millionen verkauften Tonträger im Gepäck die Arbeit etwas ruhiger angehen lassen. Dennoch hat man als Band einen gewissen Anspruch bei den Fans hinterlassen, den man erfüllen muss. Mit „The Sea of Memories“ ist Bush das definitiv gelungen.

Wie man es von Bush gewohnt ist, versprüht die Scheibe den typischen Bush-Sound, der sich gekonnt mit der bittersüßen Stimme des Frontmannes vermischt. Die Band hat sich zwar nicht neu erfunden, klingt dennoch frisch und unverbraucht. Irgendwie scheint der band ein Befreiungsschlag gelungen zu sein, was sicherlich auch daran liegen mag, dass Bush diesmal nicht von einem Major-Label abhängig sind. Rossdale hat lediglich eine Kooperation mit seinem eigenen Label und einem Major-Label abgeschlossen.

Fallen die Bandagen, kann sich die künstlerische Tätigkeit eines Musiker größer entfalten. Tracks wie „The Sound of winter“, „All night doctors“, „Red night“ oder auch „Stand up“ legen Zeugnis von einer neuen Individualität und auch Intimität ab, die den Longplayer zu etwas ganz besonderem machen.

Für jeden Bush Fan ein absolutes Muss und für Rock/Alternative-Liebhaber ebenso.

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