Albumcheck | The Hermit & The Hedonist von Jim Kroft

Am 21.Oktober wird der gebürtige Schotte Jim Kroft, der mittlerweile in Berlin lebt, hierzulande sein zweites Album „The Hermit & The Hedonist“ veröffentlichen. Als einziger Künstler ohne Plattenvertrag schaffte es Kroft in die Top 100 der nationalen Mainstream Airplay Charts, wo sich der Song zwei Monate lang halten konnte! Das ist an sich schon eine Leistung. Da Kroft mittlerweile einen Plattenvertrag vorweisen kann verwundert es nicht, dass nun ein komplettes Album auf dem Label R.D.S. unter dem Vertrieb von Vargo auf den Markt kommt.

Der Titel „The Hermit & The Hedonist“ ist seltsam gewählt. Was haben Eremiten mit Hedonisten zu tun? Also erst einmal handelt es sich bei dem Longplayer „The Hermit & The Hedonist“ um ein Album voller großartiger Popsongs mit Hitpotenzial. Gleich der erste Song zeigt sein exzellentes Songwriting. Das haben auch viele Entscheider im Radio erkannt: bereits im Frühjahr wurde in Deutschland die Debüt-Single „Memoirs from the Afterlife“ vorgestellt und rotierte auf vielen Sendern. Wahrscheinlich kommt dem einen oder anderen der Song ja deshalb auch so bekannt vor?

Doch der Longplayer hat noch mehr zu bieten. Insgesamt glänzt das Werk mit 11 Tracks. Jim Kroft stellt mit seinem Album „The Hermit & The Hedonist“ unter Beweis, dass er generell die aktuellen Trends der Musikszene ignoriert. Mit seiner Stimme schafft es Kroft seiner Musik einen geradezu zeitlosen Charakter zu verleihen. Inspiriert wurde Kroft dabei von seinen beiden Lieblingsalben „In Rainbows“ von Radiohead und „Urban Hymns“ von The Verve. Mit „The Hermit & The Hedonist“ beabsichtigte der Schotte die musikalische Architektur der 60er Jahre mit den modernen Klangmöglichkeiten aufleben zu lassen.

So zeigt sich die Scheibe mit zahlreichen Varianten ruhiger Klangfacetten, die den Zuhörer sofort in ihren Bann ziehen. Neben langsameren und andächtigen Songs mischen sich Tracks mit einer gewissen stimmungsvollen Würze. Dem ersten Ohrwaschgang sollte  direkt ein Nächster folgen. Also, die Repeat-Taste nicht vergessen. „The Hermit & The Hedonist“ ist so ganz anders und hebt sich definitiv von der Masse ab. Doch diesen Umstand kann man dem Album nur zu Gute halten. Starkes Album.

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