Albumcheck | Sparks von Set Alight

Vier Jungs aus Aschaffenburg gründen Ende 2007 eine Band namens „Set Alight“ und spielen sich in der lokalen Musikszene in die Herzen der Fans. Im Gepäck haben sie dabei Alternative- und Indieklänge. Nach über 50 Konzerten kommen die Jungs auf die Idee ihre ersten EP „Twilight“ zu veröffentlichen. Nach ihrer ersten Deutschlandtournee dürfen sie als Support-Act von Silbermond in der Porsche Arena in Stuttgart auftreten. Weitere Auftritte in Clubs folgen. Einer EP muss selbstverständlich eine komplette Platte folgen. Also machen sich die jungen Musiker im Frühjahr 2011 auf ins Studio um ein Album einzuspielen. Nun wird es am 28. Oktober erscheinen. Der Longplayer trägt den wunderschönen Namen „Sparks“, was übersetzt „Funken“ heißt.

Wenn ein Album schon diesen Namen trägt, so muss beim ersten Ohrwaschgang auch direkt der Funke auf den Zuhörer überspringen. Schon der Opener und zugleich auch Titeltrack „Sparks“ erfüllt diese Erwartung auf ganzer Linie. Britpoppig mit eingängigen Hooks präsentiert sich der zweite Song „Cold at heart“. Mit „The Word“ steigt die Band in eine neue Sphäre ein, will man sich dort doch romantisch-rockig geben. Spätestens bei dem Lied „Pride“ fragt man sich, ob es sich wirklich um eine deutsche Formation handelt. Wenn nicht der der deutsche Akzent hin und wieder durchkommen würde.

Nummer fünf ist der Track „Melody“, der zwar ins ins Gesamtkonzept passt, aber sehr schnell eintönig wirkt. „Solarview“ erinnert ein wenig an Songs von Angels & Airwaves, was nicht unbedingt ein Nachteil ist. Wirklich ins Ohr geht „Twiglight“, der sich wohl zur Band-Hymne entwickeln wird. „Aurora“ ist ein ruhiger Song, der das Herz berührt. Auch bei „Stop the clocks“ geht es bedächtiger zu. Indie-Klänge kommen in „Sabotage“ zum Vorschein. Das Album wird vom Track „Wild at heart“ krönend beendet.

Alles in allem, handelt es sich um ein gut gelungenes und gut produziertes Debütalbum, was seinen Platz in der Musikwelt verdient. So schaffen es Set Alight auf „Sparks“ mitreißende Songs mit viel Rhythmus und einer gewissen musikalischen Contenance zu präsentieren. Allerdings wirkt der Longplayer hin und wieder wie „schon einmal gehört“, ist jedoch durchaus kaufenswert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.