Albumcheck | Live At The Sofa Sessions von Erik Penny

Sofa Sessions – Das hört sich nach Hausmusik an. Da hat sich jemand seine Gitarre geschnappt und trällert seinen Freunden zu Hause ein Liedchen vor oder auch zwei oder auch drei. Dem ist auch so, denn seit 2008 veranstaltet der Sänger Erik Penny mit Freunden und Fans Wohnzimmerkonzerte in seinen eigenen 4 Wänden. Nun hat er sein bisheriges Schaffen auf CD gepresst und ihr den wohlklingenden Namen „Live At The Sofa Sessions“ gegeben. Die Scheibe ist unter Revolver / Cargo Records erschienen und ist als physische CD nur in limitierter Stückzahl bei Eriks Konzerten erhältlich. Selbstverständlich erhaltet ihr den Longplayer „Live At The Sofa Sessions“ von Erik Penny als digitalen Download.

Es war viel los um den Sänger. Der Wahl-Berliner hatte es sicherlich nicht einfach aus dem Land der Träume, allgemein bekannt auch als USA, in die deutsche Hauptstadt zu ziehen. Zudem hat Erik sein Album „Bend“ veröffentlicht und hat dafür Lorbeeren ernten können. Achja, und bevor wir es vergessen: Vater ist er auch noch geworden.

Doch zurück zum Album: Bei „Live at the Sofa Session“ handelt es sich um eine ganz besondere Zusammenstellung seiner Songs. Sie sind, wie bereits beschrieben, allesamt in seinen Wohnzimmer Konzerten entstanden. Sämtliche Titel verbreiten eine intime Atmosphäre. Nach dem Hören bleibt der Wunsch des Zuhörers, bald Gast bei Erik Penny zu Hause sein zu können. In seinem geistigen Auge sitzt man nicht nur als Ohren- sondern auch als Augenzeuge im Wohnzimmer des Künstlers. Der Musiker verbreitet ein wohliges und warmes Flair. Die Aufnahmen wirken authentisch, sind sie doch in einer einzigartigen Atmosphäre entstanden. Einzelne Kommentare oder das Klatschen der Zuhörer wurden nicht rausgeschnitten. Sie fließen als eigener Teil in das Werk ein, welches immerhin mit 13 Tracks aufwarten kann.

Obwohl „Live At The Sofa Sessions“ die Vorfreude auf den kommenden Longplayer in 2012 verkürzen soll, muss man das Werk als eigenständiges Album ansehen. Die Lieder sind einfühlend komponiert und überraschen mit einer enormen Tiefe, was sich auch auf die Texte auswirkt. Sie handeln von ganz normalen Alltagsgeschichten, von Menschen und von Liebe. So wirkt es wahnsinnig emotional, wie sich Erik bei seiner (damals noch) schwangeren Frau bedankt.

Bei all der aufregenden und aufwühlenden Zeit, die Erik hinter sich gebracht hat, ist es verwunderlich, dass der Musiker ein so kunstvolles und beruhigendes Album veröffentlicht. Immer wieder lassen sich kleine Akzente erfassen, die bei dem letzten Ohrwaschgang noch nicht zu hören waren.

Dem Zuhörer überkommt ein Zauber, den er nur schlecht wieder los wird. Dabei sei zu erwähnen, dass der Zuhörer den Zauber gar nicht loswerden will. Außerdem versteckt sich in vielen Songs ein gewaltiges Ohrwurmpotenzial. Neben ruhigen Tracks sind ebenso ein paar temporeiche Titel zu finden.

Das Gesamtbild bei „Live At The Sofa Sessions“ von Erik Penny stimmt und überzeugt zudem auf ganzer Linie.

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