Albumcheck | J.S. Bach Klavierkonzerte von Martin Stadtfeld

Selten hat man Bach so swingend gehört, urteilte die Fachpresse über die erste CD von Martin Stadtfeld mit Klavierkonzerten von Johann Sebastian Bach. Die CD wurde ein Bestseller. Jetzt präsentiert Martin Stadtfeld auf seiner neuen CD drei weitere Klavierkonzerte von Bach (BWV 1054/1058/1055), begleitet vom Philharmonischen Kammerorchester München unter Leitung von Lorenz Nasturica.

„Johann Sebastian Bach war ein deutscher Komponist sowie Orgel- und Klaviervirtuose des Barock. Er gilt heute als einer der bekanntesten und bedeutendsten Musiker. Seine Werke beeinflussten nachfolgende Komponistengenerationen und inspirierten Musikschaffende zu zahllosen Bearbeitungen.

Zu Lebzeiten wurde Bach als Virtuose, Organist und Orgelinspektor hochgeschätzt, allerdings waren seine Kompositionen nur einem relativ kleinen Kreis von Musikkennern bekannt. Nach Bachs Tod gerieten seine Werke jahrzehntelang in Vergessenheit und wurden kaum noch öffentlich aufgeführt. Nachdem die Komponisten der Wiener Klassik sich mit Teilen von Bachs Werk auseinanderzusetzen begannen, setzte mit der Wiederaufführung der Matthäus-Passion unter Leitung von Felix Mendelssohn im Jahre 1829 die Wiederentdeckung Bachs in der breiten Öffentlichkeit ein. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gehören seine Werke weltweit zum festen Repertoire der klassischen Musik.“ Quelle Wikipedia

„Martin Stadtfeld ist ein deutscher Pianist. Er wuchs in Gackenbach im Westerwald auf. Mit neun Jahren gab er sein Konzertdebüt und studierte seit seinem 14. Lebensjahr an der Musikhochschule Frankfurt. Sein Lehrer dort war der russisch-amerikanische Professor Lev Natochenny. In seiner Kindheit hatte Martin Stadtfeld Klavierunterricht bei Hubertus Weimer.“ Quelle Wikipedia

Nachdem ihr euch nun einen Überblick über Johann Sebastian Bach und auch Martin Stadtfeld machen konntet, wollen wir nun zur Rezension kommen, die sich um die CD „J.S. Bach Klavierkonzerte“ von Martin Stadtfeld dreht.

Bei klassischer Musik werden sicherlich einige die Augen verdrehen und am besten auch noch die Ohren verschließen. Ist man doch wegen der modernen Pop- und Rockmusik nahezu verblendet. Erst im gesetzteren Alter ist man offen für etwas Neues und Anspruchsvolles namens klassische Musik.

Doch wer so manche Soundtracks kennt oder sich von einem Film schon einmal eine Score CD gekauft hat, wird wissen, dass klassische Musik nicht immer schlecht oder langweilig sein muss. In den vergangenen Jahrhunderten gab es immer Großmeister klassischer Musik. Ein solcher war Johann Sebastian Bach. Wenn nun ein junger Spund, Geburtsjahr 1980, daher kommt und diese Jahrhunderte alte Musik in ein neues Licht zu setzen versucht, so sollte man doch hellhörig werden.

Martin Stadtfeld hat einen einen Orgel-Zyklus, der lange Zeit Bach zugeschrieben wurde, für Klavier bearbeitet und in dieser Fassung weltersteingespielt. Sind die Konzerte Nr. 3 BWV 1054 und Nr. 7 BWV 1058 Transkriptionen von Violinkonzerten, die Bach u.a. schon um 1720 komponiert hat, vermutet man beim Klavierkonzert Nr. 4 BWV 1055 als Vorlage ein Konzert für Oboe bzw. Violine. Bei seinen Übertragungen hat sich Bach stets eng an die Originale gehalten. Dennoch gelten die Konzertbearbeitungen mit ihrem beschwingt-virtuosen Charakter und ihrer verführerisch-zärtlichen Melodik längst als eigenständige Meisterwerke des Barock. Belegt ein Partitur-Autograph von Bach die Echtheit sämtlicher Cembalo-Konzerte, ist man dagegen heute nicht mehr sicher, ob die „Acht kleinen Präludien und Fugen“ für Orgel BWV 553-560 tatsächlich von Bach stammen.

Weder eine Partitur noch eine Entstehungsdatum sind von dem Zyklus überliefert. So vermutet die Musikwissenschaft, dass die „Acht kleinen Präludien und Fugen“ aus der Feder eines Bach-Zeitgenossen stammen und wahrscheinlich zwischen 1730 und 1750 entstanden. Mit seiner Klavierbearbeitung stellt Martin Stadtfeld hingegen noch mal die Frage, ob die acht Präludium & Fuge-Paare nicht vielleicht doch von Bach stammen.

Der Longplayer wurde bereits am 14. Oktober auf Sony Classical veröffentlicht.

Wer es ruhig und klassisch mag, dem ist diese CD nur empfehlen.

 

3 Comments

  1. Kommt der denn an Jaques Loussier heran?

Schreibe einen Kommentar zu ulf_der_freak, Häuptling. Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.