Albumcheck | Blood Diamond Romance von Aaron Roterfeld

Man nennt ihn auch „Falco des Düster Rock“, den Crocodile Dundee aus Vorarlberg oder einfach Forrest Punk. Die Facetten des Musikers Aaron Roterfeld sind vielfältig. Von Bescheidenheit ist bei ihm keine Spur zu erkennen. Für sein erstes Album “Blood Diamond Romance” ist dem Mann mit dem durchdringenden Blick und der Bowie-Attitüde das Beste gerade gut genug. Bei Roterfeld heißt es „Dark Rock meets Pop“ und das angeblich auf höchstem Niveau.

Geht es also wieder los mit dem Dark Rock und dem Dark Wave der 1980er Jahre? Anscheinend schon. Nun gut, Roterfeld war schon immer ein „SpringinsFeld“. Nichts ist dem Künstler zuwider als sich einer gewissen Anpassung unterwerfen zu müssen. Der Musiker war schon immer ein sehr umtriebiger Zeitgenosse ist. Er lebte in Vorarlberg, wo es ihn nicht lange hielt. Mit jungen 16 Jahren verließ er Deutschland in Richtung Japan, um dort Kampfsportarten zu erlernen. Nach nur zwei Monaten musste er resigniert den Rückweg antreten. Noch immer seine eigene Dämonen bekämpfend, musste er sich dem Willen seines Vaters beugen. Seine musikalische Vorliebe für Bands wie Alice in Chains, Iron Maiden und Guns N’Roses konnte er nur heimlich frönen, bis ihn wieder das Reisefieber packte. Mit dem Buschmesser bewaffnet schwang er sich quer durch die Steppen von Simbabwe, Namibia und weitere afrikanische Staaten.

Der damals 18-Jährige kam zurück, drückte die Schulbank und begann seinem ersten Traum wieder nachzujagen. Trotz zahlreicher Kompositionen wurde nie ein Album veröffentlicht. Stattdessen übernahm Roterfeld beim ORF eine eigene Radiosendung. Und es kam wie es kommen musste.

Der Österreicher begann wieder zu schreiben und veröffentlicht nun sein Debütalbum „Blood Diamond Romance“. Roterfeld könnte glatt als Mischung zwischen Iggy Pop und Nick Cave durchgehen. Naja, ein bisschen Sisters of Mercy gesellt sich zwischenzeitlich auch noch dazu. Die Musi kann man wegen der Synthie-Einflüsse sicherlich nicht nur dem Metal oder dem Rock zuordnen. Dafür sind die 12 Songs viel zu melodiös.

Sicherlich ist der Longplayer „Blood Diamond Romance“ nett anzuhören. Die Konkurrenz schläft jedoch nicht. Außerdem klingen manche Songs wie „schon einmal irgendwo gehört“.

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