Albumcheck | Blink von Janine Maunder

Die australische Singer-Songwriterin Janine Maunder hat am Freitag ihr neues Soloalbum mit dem Titel „Blink“ veröffentlicht. Mit ihrer zarten Stimme hinterlässt sie einen bleibenden Eindruck, denn Janine Maunder ist ungemein wandlungsfähig: ihre Stimme wirkt glasklar und zerbrechlich, doch gleichzeitig erscheint sie sanft, druckvoll und aufwühlend. Man muss dem Zauber und der Magie von Janine einfach erliegen.

Als Frontfrau von Naked Raven konnte Janine bereits begeistern und wurde wenig später zur hauptsächlichen Songwriterin des Ensembles. Zahlreiche Touren in Europa, sowie eine Anzahl hochgelobter Alben folgten.

Dennoch vernachlässigte die Künstlerin ihre Solokarriere nie. Sie arbeitete mit den besten Musikern und Produzenten der Melbourner Musikszene zusammen. Mit „Safer Not To Speak“ veröffentlichte Janine im Jahr 1998 eine Sammlung voll melodischer Klänge, die dem Hörer einen intimen Einblick in ihre Welt gaben und eine Idee davon vermittelten, was noch kommen würde. Ihre neuen Kompositionen passten jedoch nicht zum Klang von Naked Raven, so dass sich die Australierin dazu entschloss, ein neues Werk einzuspielen. Herausgekommen ist der Longplayer „Blink“, der mit 13 Titeln gespickt ist.

Die Scheibe wird von einem stilvollen Digipack umhüllt. „Blink“ kommt ohne Booklet aus. Dafür zeugt das Werk von sehr viel Ruhe, Sensibilität und Harmonie. Janine hat ein einzigartiges Gespür zum Detail und gibt damit dem Album eine ganz besondere persönliche Note. Musikalisch geht die Sängerin neue mutige Wege. So werden die Songs viel mehr als sonst von Schlagzeug, Bass und Gitarre vorangetrieben. Schrullige Sounds sind genauso zu finden wie wunderschöne Streichquartett-Arrangements. Zudem sorgen Bläser für genügend Pathos.

Die Texte handeln von Menschen, die schwere Zeiten durchleben. Dabei geht es um Frustrationen, Depressionen, finanzielle Kämpfe sowie Krankheiten bis zum Tod.

Mit „Blink“ ist Janine Maunder etwas ganz Großes gelungen. Unbedingt hören und kaufen.

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