Albumcheck | Wayside Shrines and the Code of the Travelling Man

Da lachen einem doch eine leckere Schweinshaxe, Rotkohl und Kartoffeln doch von dem Silberling an, auf dem der neue Longplayer „Wayside Shrines and the Code of the Travelling Man“ von Jackie Eleven und Michael Cosgrave an. Weiterhin ist es ungewöhnlich, dass die zehn Songs fast alle in deutschen Hotelzimmern geschrieben wurden.

Im Lichte des Frühlingsmondes und in der Wildnis von Dartmoor im Südwesten Englands sind die Tracks im hauseigenen Studio schließlich aufgenommen, produziert und abgemischt worden. Das Resultat ist ein fokussiertes und außergewöhnliches Werk.

Neben Schreinen (Wayside Shrines) handelt das Album vom Code of the traveling man, ganz wie es dem Titel der CD gebührt. Die Fotos im Booklet wurden übrigens von Michael Cosgrave selbst geschossen, der auch die Instrumente spielt. Cosgave ist halt ein Multiinstrumentalist. Jackie Leven war für den Gesang und die Gitarre zuständig.

Von „Wayside Shrines and the Code of the Travelling Man“ geht ein faszinierender Flair aus, der schwer in Worte zu fassen ist. Die beiden Künstler bezeichnen das Werk als „erstes homöopathisches Album“. Wie ist das zu verstehen? Die Klänge erinnern im homöopathischen Sinne an Traurigkeit. In den Songs wurden diese soweit verdünnt, dass man sie kaum noch wahrnimmt, das Gedächtnis daran jedoch vorhanden bleibt. Nach mehrmaligem Hören entfaltet die Platte ihre heilende Wirkung. Der Traurigkeit weicht eine Verbesserung des allgemeinen Zustandes.

Könnt ihr uns noch folgen? Falls nicht, solltet ihr schleunigst das Album „Wayside Shrines and the Code of the Travelling Man“ kaufen. Falls doch, trotzdem kaufen.

Anspieltipps:

  • Swine Flue Fever Blues
  • Beware Soul Brother
  • Backstage, Chelsea Club, Vienna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.