Albumcheck | Playing in the shadows von Example

Hinter Example verbirgt sich Elliot John Gleave, ein englischer Musiker, dessen letztes Album „Won’t Go Quietly“ im Sauseschritt Goldstatus erreichte. Sein Stone Roses Sample erreichte 1,7 Millionen You Tube Views, Kickstart konnte 10,9 Millionen Views auf You Tube verbuchen. Ein Ende von Example ist noch lange nicht in Sicht, da der Brite kräftig durchstartet. Mit seinem neuem Longplayer „Playing In The Shadows“ wird Example erwachsen und zeigt seinen Zuhörern, dass in ihm mehr steckt, als nur eine You-Tube-Erscheinung. Example ist kein guter Rapper, allerdings ein guter Songwriter und Performer.

Daher ist es auch kein Wunder, dass auf seinem Album „Playing In The Shadows“ nicht nur Rap zu hören ist, sondern sich dieser mit melodiösem Gesang mischt. Folglich haben wir es mit poppig und elektronisch angehauchter Musik zu tun, die zudem auch noch richtig abgeht. Stimmlich erinnert Example ein wenig an Dave Gahan, was allerdings nur in bestimmten Stimmlagen behauptet werden kann. Ansonsten entwickelt der Künstler seinen eigenen Stil.

Bei Example findet man Kompositionen, die vor zehn Jahren nur in Underground-Clubs zu hören waren. Die Musik wirkt frisch und neu. Hier beweist Elliot John Gleave ein feines Gespür für musikalische Stil-Verbindungen. Besonders gelungen ist der absolute Mega-Kracher „The Way“. Der Song wurde übrigens von Faithless produziert.

„Eigentlich geht es in allen Songs um das gleiche. Es geht um Liebe. Ich kenne meine Stärken. Ich gehöre nicht zu den zehn besten Rappern oder den zehn besten Sängern des Landes. Aber ich bin ein guter Songwriter und ein guter Performer. Meine Konzerte können die Leute verwandeln. Meine Shows fahren von Anfang bis Ende volles Tempo. Die letzten 20 Minuten sind ein Power-Rave. Wer auch immer nach mir auf die Bühne geht, kann einpacken!“ sagt Example über sein Werk.

Mit einer Spielzeit von 49:31 Minuten und vierzehn Tracks lässt sich zudem gut leben. Insgesamt hat Example mit 25 Produzenten zusammen gearbeitet und es wurden rund 40 Demos aufgenommen, wovon die Hälfte ihren Weg in den Papierkorb fanden.

Das Endergebnis auf „Playing in the shadows“ ist sehr gelungen. Der Brite wird damit die nächste Stufe seiner bisher rasanten Karriere erreichen.

Anspieltipps:

  • Changed the way you kiss me
  • The way
  • Under the influence

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