Albumcheck | Läuft von Felix Kröcher

Es scheint wohl in der letzten Zeit in Mode gekommen zu sein, seine Album-Titel als „Verben“ zu benennen. Nicht nur Paul Kalkbrenner hat diese sonderliche Aufgabe vollzogen, sondern jüngst auch der DJ Felix Kröcher. Er nannte seinen neuen Longplayer einfach mal „LÄUFT“. Bis zur veröffentlichung hat die Scheibe zwar noch ein wenig Zeit, allerdings geistert der Begriff „Läuft“ in den letzten Wochen immer öfter in den Medien herum. Am 30. September wird es dann soweit sein und die CD wird auf Nouveau Niveau Records / Kontor Records veröffentlicht.

„Der Begriff ist mir auf meinen DJ – Trips, speziell bei einer Party in Bonn, aber auch im Alltag immer wieder über den Weg gelaufen. Er drückt einfach alles aus, was das Album ausmacht. Treibende, groovige Musik, die zum Tanzen und Hören einlädt. LÄUFT. halt.“ so lässt Felix über sein neues Werk verlauten.

Seit Kröcher DISCOVER World Tour gehört der DJ zu den Global Playern der internationalen Techno Szene. Seit über drei Jahren ist er regelmäßig in den Top 3 des Raveline Votings vertreten und wurde sogar vom DJ Mag als „German Techno Meister“ bezeichnet. Kröcher hat eine vielfältige und zudem einzigartige Definition elektronischer Tanzmusik.

Selbstverständlich folgt eine passende Tour, die am 30 Juli mit einer ausgelassenen Party am Loft Beach bereits begonnen hat. Des Weiteren stehen unter anderem das WIRE Festival in Yokohama, Japan; die Techno Parade in Paris, Frankreich; die Mayday in St.Petersburg,Russland; Circus Nation in Granada, Spanien; oder das Maggazini Generali in Mailand, Italien an, um nur ein Paar von Felix LÄUFT. Tourstops im Ausland zu nennen.

Vom Album kann man nun halten, was man möchte. Sicherlich finden sich viele ausgefeilte Ideen auf den 10 Tracks wieder. Die Scheibe „beginnt“ mit „plonkt“, „hüpft“ und „läuft“ rasant durch den Player, so dass es gerade nur so kracht. Natürlich „Passt“ der Stil zu Felix Kröcher, allerdings erhält die Zuhörerschaft den Eindruck, dass der DJ manchmal an den Säulen des guten Geschmacks „sägt“.

Die CD „freakt“, der Hörer „tanzt“ und so „scheint“ es zeitweise, dass Felix Kröcher bei dem was er so „remixt“ etwas übertreibt. Sehr schnell wird die Platte monoton und fällt einem nur noch auf die Nerven. Schade eigentlich, denn es ist Potenzial vorhanden. Wirkliche Hits kann der Longplayer nicht bieten. Es „läuft“ halt, aber mehr halt nicht.

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