Albumcheck | Die Zeichen stehen auf Sturm von Johannes Strate

Wer kennt sie nicht, die deutsche Band „Revolverheld“? Als Vorgruppe von Silbermond und Die Happy haben sie angefangen, obwohl ihre musikalischen Wurzeln weit tiefer und länger zurück liegen. Der Frontman Johannes Strate hat sämtliche Songs für Revolverheld geschrieben, doch so manche passen nicht wirklich zur Band. Aus diesem Grund hat sich der Songwriter ein Herz gefasst und viele seiner Lieder auf einem Soloalbum zusammengefasst. Die Songs hat Strate in vier verschiedenen Ländern (Italien, USA, Island und Deutschland) aufgenommen.

Eingesungen hat der Musiker den Longplayer an Orten, wo die Stimmung gerade passte. Dafür musste auch schon mal das Wohnzimmer des Wahl-Hamburgers herhalten oder auch die italienische Einsamkeit in Umbrien. Ebenso folgten Aufnahmen in den Philipps Studio in Berlin. Besonders gelungen scheint die Zusammenarbeit mit Helgi Jonssons gewesen zu sein. Der Isländer und Multiinstrumentalist Helgi hat neben der Produktion für sein eigenes Album „Big Spring“ noch Zeit gefunden, die Streicher für Strates Werk zu arragieren. Diese wurden von vier Mitgliedern des isländischen Symphonieorchesters im legendären Greenhouse Studio in Reykjavik eingespielt.

Weitere Aufnahmen entstanden in Helgis Garage in Reykjavik oder ein Apartment eines New Yorker Musiker-Freundes in Williamsburg / Brooklyn.

Seit Anfang des Jahres arbeitete Strate mit dem Produzenten Philipp Steinke (BOY, Asher Lane, Niels Frevert, Dirk Darmstädter) an dem Album .

Das Werk trägt den wundervollen Namen „Die Zeichen stehen auf Sturm“ und erscheint am 30. September. Zwölf Titel sorgen für ein wohliges fast schon melancholisches Gefühl. Die Texte sind sehr persönlich und von einer unbeschreiblichen emotionalen Tiefe, die zu Tränen rührt. Haltet also eure Taschentücher bereit, falls ihr euch gerade in einer Trennungsphase befindet. „Die Zeichen stehen auf Sturm“ ist jedoch keinesfalls kitschig.

Während die Seele weint versteckt sich immer ein Stückchen Hoffnung im Hintergrund und der Umstand, dass es immer weiter geht.

Mit „Die Zeichen auf Sturm“ zeigt Johannes Strate, was für ein herausragender Songwriter er ist und dass es auch ein Leben neben Revolverheld geben kann. Fantastisch!

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