Albumcheck | Azul von Bê Ignacio

Wenn man die gebürtige Brasilianerin Bê nach ihrem Sound fragt, erwähnt sie stolz die Jazz und Samba Einflüsse ihrer Kindheit: Gilberto Gil und Al Jarreau prägten die Jahre, die sie neben dem Radio ihres Vaters in Sao Paulo verbrachte. Mittlerweile lebt die junge Sängerin in Konstanz und veröffentlicht am 16. September ihr drittes Album namens „Azul“ auf K.E.C. International.

Wie man es von einer Brasilianerin erwarten kann, huldigt Bê mit ihrem neuen Longplayer die blaue Stunde, also der Zeit der Dämmerung, wenn die Schatten lang werden und die Gedanken in die Ferne schweifen. Die Sängerin bedient zwar das brasilianische Klischee, schafft es dennoch eine eigene Leichtigkeit zu vermitteln, die unter die Haut geht. Wer allerdings die Songs in die Latin-Ecke zwängen will, ist falsch gewickelt. Vielmehr vermittelt die Künstlerin ein Stückchen Wärme und Nähe, was sie zu ihrem Credo gemacht hat.

Zeitweise hört sich die Musik von Bê an, wie die ihres großen Vorbilds Sade. Mit „Azul“ findet Bê die richtigen Töne für die Zeit zwischen Tag und Nacht, zwischen Hell und Dunkel, für die Macht der Poesie im Alltag, für die blauen Stunden eben.

Der Zuhörer fühlt sich wohl und geborgen. Die CD ist zudem noch mit zwanzig Titeln bestückt, wovon zehn als Essential Versionen zu hören sind. Rhythmische Songs sind ebenso vorhanden, wie leichte und ruhige Tracks. Im Zentrum steht die zauberhafte Stimme der Sängerin.

Der perfekte Soundtrack für den warmen Sommerabend.

Anspieltipps:

  • Rhythm oft he sea
  • Sweet Promise
  • De Ponta Cabeca

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