Albumcheck | Arrivederci von Vittorio Grigolo

Er gilt als der vielversprechender Tenor mit einem einzigartigen Talent. Vittorio Grigolo schickt sich an, in die Fußstapfen seines künstlerischem Ziehvaters Luciano Pavarotti zu treten. Das Debüt des Italieners als Des Grieux am Royal Opera House Covent Garden im Jahre 2010 wurde als „das spektakulärste Debüt seit langem, das man in Covent Garden erleben konnte“ betitelt. Sein Debütalbum schlug ein wie eine Bombe. Die Presse feierte den jungen Tenor und die Konzertveranstalter reißen sich um ihn. Am Freitag hat Grigolo seinen zweiten Longplayer „Arrivederci“ bei dem Label Sony Classical veröffentlicht.

Unter dem Motto „Klassik meets Pop“ hat sich das Ausnahmetalent auf eine Auswahl bekannter Arien aus dem vergangenen Jahrhundert fokussiert, die schon Millionen Menschen in ihren Bann gezogen haben und zudem tief in der italienischen Tradition verwurzelt sind. Begleitet wird Vittorio Grigolo vom Orchestra del Teatro Regio di Parma unter der Leitung von Pier Giorgio Morandi.

Im Gegensatz zur spanischen Sprache bedeutet „Arrividerci“ im italienischen nicht „lebewohl“ sondern „bis bald“. Somit soll die CD kein Abschied für immer sein sondern eine Anspielung auf ein „baldiges Wiedersehen“. Selbst bezeichnet Grigolo sein Werk als „großartiges Kaleidoskop von Emotionen“. Eine Aussage, die äußerst zutreffend ist. Begibt sich die Zuhörerschaft auf eine Reise des Glückes, der Melancholie, der Wehmut, der Liebe und der Freude.

Die Stimme des Tenors scheint noch einmal mehr gereifter zu sein. Sie ist geprägt von sinnlicher Eleganz und kraftvollem Ausdruck, so dass der Zuhörerschaft sicherlich einige Gänsehautmomente garantiert sind. Vittorio rührt mit seinem Gesang zu Tränen. Selbstverständlich bedarf es einer guten technischen Ausstattung, um die Musik in vollem Umfang genießen zu können.

Uns bleibt nur ein Wort zur Bewertung: GRANDIOS!

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