Albumcheck | Tales from the Hepcazz von Hepcazz

In Deutschland scheint eine neue Seuche ausgebrochen zu sein. In der letzten Zeit erreichen unsere Redaktion eine Vielzahl von Rockabilly Produktionen. Nicht, dass wir damit nichts anfangen können oder dass wir der Musik abneigend gegenüber stehen. Wir fragen uns lediglich, warum in den Media Control Charts sowenig davon zu finden ist. Schließlich sind viele Produktionen wirklich mitreißend.

Entwickelt sich vielleicht ein neuer musikalischer Trend, von dem die kleineren Labels bereits überzeugt sind und die großen Labels wieder einmal schlafen? Fragen über Fragen. Wir können uns jedoch glücklich schätzen, diese stimmungsvolle Musik auf die Ohren zu bekommen. Fernab von dem Atzengequatsche und Möchtegern-Gangster Sound. Ganz zu schweigen vom derzeit beliebten Euro-Dance-Sound vieler amerikanischer Musiker.

Und da kommt die Scheibe „Tales from the Hepcazz“ gerade richtig. Da wünscht man sich doch die Zeit der Petticoats zurück. Ganz im Stil des Neo-Rockabilly der 80er Jahre melden sich nun die drei Lüneberger Hepacazz zu Wort. Auch hier findet das 80er Revival seinen Platz. Ihr Longplayer „Tales from the Hepcazz“ wurde auf Membran veröffentlicht und beheimatet vierzehn Tracks feinstem Rockabilly.

Besonders genial ist das Booklet gestaltet. Zeigt es doch einen 50er Jahre Song Comic, der sagenhafte 36 Seiten umfasst. Hepcazz spielen sich in die Herzen ihrer Fans. Selten haben wir ein Werk mit einer solchen mitreißenden Dynamik gehört. Die kräftigen Drumbeats, der Kontrabass und auch der präsente Gitarrensound tragen sicherlich zur guten Stimmung bei.

„Tales from the Hepcazz“ ist ein klasse Album, dem Respekt und Beachtung gebührt. Mehr davon!

Anspieltipps:

  • Monday Morning Quarterbacks
  • A farewell letter
  • Please come back
  • Questions of love

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