Albumcheck | Snapshots von Kim Wilde

Kids in America, Cambodia, View From a Bridge, You Keep Me Hangin’ On, You Came, Never Trust a Stranger……dies alles sind Songs aus den 1980er Jahren, die von keiner geringeren Künstlerin als Kim Wilde gesungen wurden. Die Britin war bereits mit 20 Jahren ein gefeierter Star. Obwohl sie in den 1990er noch im Musikbusiness unterwegs war, wurde es dennoch ein wenig ruhiger um sie. Schließlich hatte Kim Wilde andere Prioritäten gefunden. Fernab von Welttourneen mit Michael Jackson oder auch David Bowie wurde Kim Mutter, war als Autorin tätig und studierte sogar Landschaftsgärtnerei.

Keine Frage, bei Kim Wilde handelt es sich um ein Multitalent. Der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm. Kim Wilde ist schließlich das älteste Kind des Rock-’n’-Roll-Sängers Marty Wilde, dessen Künstlernachnamen sie übernahm.

Musik hat seit jeher einen starken Einfluss auf Menschen gehabt. Musiker können sich dem Einfluss sicherlich nicht entziehen. Auf dem Album „Snapshots“ hat Kim Wilde nun ihre Zusammenstellung von Songs veröffentlicht, die sie auf ihren Konzerten in Cover-Songs gewürdigt hat. Sämtliche Titel hat die Sängerin neu interpretiert und ihnen ihre wunderschöne Stimme verliehen. „Snapshots“ beheimatet 14 Tracks mit der zeitlosen Magie des Pop.

So hat Kim Wilde Lieder unter anderem von East 17, The Cure, Mike Oldfield, Erasure, Diana Ross, David Bowie und Black aufgenommen. Bei „Snapshots“ handelt es sich keinesfalls um eine lieblose Aneinanderreihung von irgendwelchen Pop- und Rocksongs. Kim Wildes Interpretation ist wirklich geschmackvoll und sorgsam ausgewählt. Bis auf ein oder zwei Ausrutschern ist der Longplayer ein wirkliches Juwel. Zu den Ausrutschern gehören „In between days“ von The Cure und „Remember me“ von Diana Ross. Für den ersten Track möchten wir jedoch anmerken, dass es der Titel von The Cure wirklich in sich hat. Viele Songs von The Cure sind schwer zu interpretieren und nachzusingen. Wir haben es selbst schon einmal bei etlichen SingStar Sessions ausprobiert. Bei Songs wie „To France“ von Mike Oldfield, „Wonderful Life“ von Black und „Sleeping Satallite“ von Tasmin Archer bleibt einem hingegen fast die Spucke weg.

Stimmlich ist Kim Wilde ansonsten sehr weit oben. Ihre Stimme klingt reifer, hat allerdings immer noch soviel Biss, wie man es von ihr aus frühen Zeiten gewöhnt ist. WoW, „Snapshots“ ist wirklich ein sehr gutes Album.

Kim, wir haben dich vermisst!

Im Booklet stehen übrigens einige Anmerkungen von Kim Wilde zu den ausgewählten Songs. Klasse gemacht!

Anspieltipps:

  • It’s alright
  • Sleeping satellite
  • to France
  • Wonderful life

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