Albumcheck | Revolution Of The Dog von Lee Jay Cop

Es ist schon etwas verwirrend, wenn das äußerliche Erscheinungsbild vom musikalischen Erscheinungsbild abweicht. Das Debütalbum „Revolution Of The Dog“ von Lee Jay Cop beglückt mit einem rockigen Sound. Doch wer lacht einem auf einem Video von Lee Jay Cop an? Eine Art Milchbubi mit lockigen Haaren. Kann das zusammenpassen? Wie kann man die Band ernst nehmen, wenn der Leadsänger ausschaut, wie ein junger Schuljunge? Der Bandname klingt schon „gefährlich“. Boss und Songwriter der Cops ist Christopher Been jr, der trotz seiner „jungfräulichen Ausstrahlung“ etwas vom jungen Jim Morrison hat. Das spiegelt sich auch in der Musik wieder. 

Die Jungs von Lee Jay Cop haben bereits eine lange musikalische Reise hinter sich. In drei Jahren nehmen sie rund 90 Demos auf, ihre Lieder kursieren im Internet und sie spielen „live“ an vielen Orten vor etlichen Zuschauern. Da die Plattenlabels nicht von ihrem Sound begeistert waren, lag die Gründung eines eigenen Labels nahe. Mit eigenem Label namens „Run United“ begeben sie sich auf Produzentensuche. Letztendlich wird der slowenische Top-Produzent Zare „Siddharta“ Pak auf die Jungs aufmerksam. Anfang 2010 beginnen die Cops mit der Produktion in Hannovers Horus Sound Studios.

Herausgekommen ist das Werk „Revolution Of The Dog“. Mit 13 Tracks ist der Longplayer gut bedient. Der Musikfreund hört energetische und verspielte Songs, die sogar mit Retro-Style glänzen können. Romantisch, verträumt, rockig bis poppig. Kein Wunsch des Zuhörers bleibt offen. Etwas spitzzüngig präsentieren sich zudem noch die Lyrics. So rechnet die Band mit Scheinheiligkeit, medialer Verdummung, Lethargie oder auch mit Duckmäusertum ab.

Die Musik ist „handmade“ und das sticht besonders hervor ! Das Album „Revolution Of The Dog“ klingt wie ein ungeschliffener Diamant. Kraftvoll und aussagekräftig. Dieses Erstlingswerk muss man ernst nehmen.

Anspieltipps: 

  • Antonella
  • Under water
  • Lovers
  • Adidas

2 Comments

  1. Der COP äh Wolf im Schafspelz | RUN UNITED MUSIC sagt:

    […] es scheint die Rocker für sich entdeckt und postet das ANTONELLA-Video von LEE JAY COP. Und auf Albumcheck gibt es heute sogar auf der Startseite 5 Wölfe in Schurwolle. Wie wir lesen können, findet die […]

  2. gefährlich, gefährlich… « Lee Jay Cop / Blog sagt:

    […] ernst nehmen, wenn der Leadsänger ausschaut, wie ein junger Schuljunge? ” plattenkritik auf albumcheck.de dann kursieren gerüchte über eine anstehende tour im herbst, die platte steht auf einmal auf […]

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