Albumcheck | Antirockstars von Betontod

Die ersten Sekunden der Scheibe „Antirockstars“ von Betontod spielen an und schon fragt sich der Zuhörer, ob der CD-Verpackungsfritze sich nicht vielleicht geirrt haben könnte und die falsche silberne Scheibe eingepackt hat. Seichte Klavierklänge, danach setzen Streicher ein….ja, es ist sogar ein komplettes Orchester zu hören. Seltsam.

Nur wenig später gibt es einen Stilbruch und schon rockt die Hütte. Die Fünf von Betontod sind gut eingespielt. Kein Wunder, kann die Band auf eine 20 jährige Geschichte blicken. Die Musik von Betontod lässt sich nicht wirklich in ein Genre einordnen, es sei denn deutschsprachige „Arschtritt-Mucke“ wäre eines. Die Mischung aus Punk, Rock und Metall ist hörenswert, keine Frage.

Mit ihrem fünften Studioalbum und einem ereignisreichen Sommer auf Festivals starten Betontod noch einmal so richtig durch. Die Rheinberger lieben harte Melodien, spielen keine Popsongs und passen auch sonst nicht in den Mainstream. Diese Aussagen kommen von Herzen und werden thematisch im Track „keine Popsongs“ behandelt. Wenn das nicht eine klare Aussage ist!

Betontod sind keine schillernden Lichtgestalten, die nur etwas verkörpern, was sie eigentlich nicht sind. Sie stehen zu Worten wie Ehrlichkeit und Loyalität. „Wir sind wir“ ist das Credo der Fünf. Gekleidet mit T-Shirt und Jeans, dazu eine Bierflasche in der Hand präsentieren sie ein rockiges und authentisches Deutschland. Sie kennen keine Berührungsängste, egal um welches Thema es sich handelt. Sie vertrauen auf ihr Glück, dabei wollen sie davon nur ein Stück.

Mit „Antirockstars“ legen Betontod ein solides Werk vor, dass zugleich durch seinen harten und rockigen Sound brilliert und zudem durchdacht wirkt.

Anspieltipps:

  • Keine Popsongs
  • Mit Vollgas durch die Hölle
  • 20 Jahre

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