Interviewcheck | Im Gespräch mit Blank & Jones

Blank & Jones haben sicherlich viel zu tun. Ständig sind sie unterwegs. Wir haben mit den Jungs ein Interview geführt und sie auf Herz und Nieren geprüft. Doch lest selbst:

Albumcheck: Allgemein ist bekannt, dass ihr bereits als Teenager erste Erfahrungen als DJs gemacht habt. Wie muss man sich das vorstellen? Habt ihr auf Schülerpartys aufgelegt?

Blank & Jones: Ja, ganz genau. Wir waren halt immer die Nerds die alle Platten hatten, also haben wir sie zu den Partys mitgebracht und dann auch aufgelegt….damals gab es aber noch kein Mischpult, sondern da wurde (1982) fleissig zwischen Schallplatte und Kassettendeck hin und her geswitcht…

Albumcheck: Das hört sich ziemlich lustig an. Wann war euch bewusst, dass ihr „DJ“ als Beruf wählen wolltet?

Blank & Jones: Es ist bis heute kein wirklicher Beruf…es ist für uns die natürliche Art unsere eigene Musik live zu präsentieren. Nur DJ zu sein wäre uns auf Dauer zu langweilig. Also Beruf würden wir eher Musikproduzent angeben….

Albumcheck: Ihr seid viel unterwegs. Es mag jetzt vielleicht eine blöde Frage sein, doch: wie haltet ihr euch fit?

Blank & Jones: Durch schlafen ; ) im ernst, das Wichtigste ist soviel Schlaf wie möglich zu sammeln, dann kann abends im Club am besten rocken. Das ist dann auch gleichzeitig ein Fitnessprogramm

Albumcheck: Viel unterwegs zu sein, bedeutet auch viel Stress. Kam da nicht der Gedanke auf, alles hinzuschmeißen und was komplett anderes zu machen?

Blank & Jones: Auf keinen Fall. Wir haben ja das Glück immer zu zweit auf Reisen zu sein. Das ist wirklich was anderes als einsam auf dem Hotelzimmer zu hocken. Wir erkunden dann immer die Stadt in der wir gerade sind und gehen einfach mal los…nur das Warten an den Flughäfen ist nervend, wobei ja mitlerweile überall ein Wifi Netz ist und man so auch sinnvolles tun kann ausser zu warten….

Albumcheck: Wie geht ihr mit dem Trubel um eure Person um?

Blank & Jones: Das ist heute sehr entspannt. Ende der 90er war das manchmal komisch, aber auch unsere Fans sind etwas älter geworden und wir können uns normal unterhalten. Am liebsten über Musik.

Albumcheck: Ihr habt mit vielen Künstlern gearbeitet. Robert Smith (The Cure), Bernard Sumner (Joy Division, New Order), den Pet Shop Boys und auch Keane; um nur einige zu nennen. Einige dieser Künstler dürften euch doch sicherlich in jungen Jahren beeinflusst haben. Was war es für ein Gefühl mit diesen Musikern zu arbeiten?

Blank & Jones: Wir sind grosse Fans von all den namen die du aufgezählt hast und haben ihre Musik immer rauf und runter gehört. Und noch schöner als sich ein Autogramm deiner Helden an die Wand zu hängen, ist es doch eine gemeinsame Platte in den Händen zu halten ; )

Albumcheck: Da habt ihr wirklich recht. Das geht allerdings auch nur, wenn man selbst Musik macht. Mit welchem Künstler würdet ihr gern in Zukunft zusammen arbeiten?

Blank & Jones: Seit Jahren würden wir gerne mal was mit Dave Gahan von Depeche Mode was machen. Aber auch Norah Jones wäre wundervoll auf einem Relax Album…..

Albumcheck: Den Wunsch mit Dave Gahan zu arbeiten kann ich voll und ganz nachvollziehen. Depeche Mode sind einfach super. Aber auch Norah Jones wäre klasse. Ihr macht immer euer eigenes Ding und kennt musikalisch kaum Grenzen. Könntet ihr euch vorstellen, eine Rock-Platte zu machen?

Blank & Jones: Na klar. Wir hatten ja schon 2004 auf dem Monument Album so einen Bastard Rock Track versteckt (letzter Track „Thats right“)…also so im Stil von Linkin Park könnten wir uns was vorstellen….

Albumcheck: Ja, das wäre wirklich cool. Wer weiß, vielleicht macht ihr mit Linkin Park eine Platte. In dem Booklet der so80s Nr. 5 gibt es eine Konzertkarte von New Order. Es war das damalig einzige Konzert in Deutschland. Wer von euch war dort anwesend? (zwei Mitglieder unserer Redaktion waren auch dort ☺)

Blank & Jones: Wir waren witzigerweise beide dort, kannten uns aber noch nicht. Das abgebildete Ticket ist von Piet.

Albumcheck: Zufälle gibt es vielleicht. So viel ich weiß, haben nur zirka 5.000 Zuschauer das Konzert besucht. Was war das Schlimmste, was euch jemals bei einem Auftritt passiert ist und was das Beste?

Blank & Jones: Das schlimmste Set war bei dem Love Fest in San Francisco vor ein paar Jahren fiel immer wieder der Strom aus. Es ging also aus, und dann wieder los…2 minuten später das gleiche….3 mal fanden wir und das Publikum es ja noch lustig, aber dann wurde es anstrengend. Besonders weil es vor 10.000 Leuten war…

Albumcheck: Das hört sich wirklich übel an.

Blank & Jones: Das beste Set war mit Sicherheit auf der Loveparade 2000 vor 1,5 mio besuchern unseren Song „Nightfly“ auf der Abschlusskundgebung bei strahlendem Sonnenschein zu spielen…

Albumcheck: Hey, in dem Jahr war ich auch dort. Ihr wart wirklich super. Im Namen der Redaktion möchten wir uns herzlich bedanken, dass ihr euch die Zeit für das Interview genommen habt. Gibt es noch etwas, was ihr unseren Lesern mitteilen möchtet?

Blank & Jones: Enjoy the summer with the good vibes from relax edition six! ; )

1 Comment

  1. […] sondern da wurde (1982) fleissig zwischen Schallplatte und Kassettendeck hin und her geswitcht… Das komplette Interview weiterlesen… Filed Under: […]

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