Albumcheck | Schlicht & Ergreifend von Haudegen

Unser „Werdegang“ zu Haudegen war die Ankündigung der Promotionfirma über die Veröffentlichung einer neuen EP von Haudegen. Die News könnt ihr übrigens hier nachlesen. Nachdem wir dann einige musikalische Ergüsse von Haudegen auf Youtube anspielten und wir als Bear Grylls-Fanatiker die Songs von Haudegen in einer Einspielung nach dem Format Abenteuer Survival auf DMAX hörten, war es um uns doch noch geschehen.

Somit sind auch wir auf den Haudegen-Zug aufgesprungen, obwohl wir anfänglich dachten es gibt schon genügend Unheilig-Bushido-Böhse-Onkelz Künstler in Deutschland. Zugegeben, zu Beginn erinnerte uns die Musik von Haudegen an eine Mischung aus Bushido Musik weichgespült mit Unheilig und musikalischen Balladen von den Böhsen Onkelz. Überraschend war, dass der „Schlicht & Ergreifend“ zugleich mit zwei CDs aufwarten konnte. Aus der anfänglichen Skepsis sind gemischte Gefühle geworden. Diese haben sich jedoch schnell in Luft aufgelöst, obwohl sich viele der Tracks wie schon einmal gehört anhören. Das Album „Schlicht & Ergreifend“ ist ein Werk, dass man nicht schlicht & ergreifend einfach so anspielen kann. Man muss den Longplayer auf sich wirken lassen und tief in ihn eintauchen.

Und zugleich ist alles andere vergessen, so das dass Album seine Kraft entfaltet. Neben rockigen Titel sind auch schöne Balladen zuhören. Die Texte sind sehr gefühlvoll ausgearbeitet. Teilweise brillieren sie durch politische Kritik und manchmal erzählen sie einfach nur von der schönsten Nebensache der Welt, der Liebe. Die Klangvielfalt von Haudegen ist wirklich beeindruckend. Dass Haudegen der bemalten Körperkultur frönen, kann man leicht an dem Booklet der Doppel-CD erkennen. Doch kein Songtext fehlt.

Mit „Schlicht & Ergreifend“ haben Haudegen ein überraschend solides Werk abgeliefert. Einfach gut.

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Schlicht & Ergreifend

Anspieltipps:

  • Flügel & Schwert
  • So fühlt sich Leben an
  • Der Tag, den ich nie vergesse
  • Geh in das Licht
  • So oder so
  • Deutschland, ein Wintermärchen
  • Der alte Mann im Hof

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