Albumcheck | Küssen kann man nicht alleine von Max Raabe

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„Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich“. Ein Titel, der jedem das Ohr wurmte, der mindestens ein Mal den Film „Der bewegte Mann“ mit Till Schweiger gesehen hat. Max Raabes Beitrag zur Filmmusik katapultierte den deutschen Sänger in den Musikolymp. Das war im Jahr 1994. Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2011 und aus Max Raabe ist ein herausragender Künstler geworden, der unzählige Platten veröffentlicht hat. In Zusammenarbeit mit Annette Humpe erfolgte bereits im Januar dieses Jahr die Veröffentlichung des Longplayers „Küssen kann man nicht alleine“. Beide haben das Werk geschrieben, produziert und mit dem Pianisten Christoph Israel arrangiert. Im Mai gab es für das Album „Gold“.

Auch wenn wir mit unserem Review etwas spät sind, möchten wir euch dieses Werk von Max Raabe nicht vorenthalten. Die Klangqualität ist gut. Und auch sonst scheint Max Raabe seinem musikalischen Stil der 20er – 30er Jahre ein wenig zu entfernen, ohne ihn vollends aus den Augen zu verlieren. Seine Songs klingen poppiger und moderner, was allerdings an der Zusammenarbeit mit Annette Humpe liegen mag.

Trotz neuer Kompositionen verliert der Sänger niemals seine Contenance. Die Texte sind amüsant, poetisch, melancholisch und nachdenklich. Die gesungene Sprache klar. Weltweit gibt es nur wenige Künstler deren Stimme einen erheblichen Wiedererkennungswert haben. Zu diesen Musikern gehört auch Max Raabe. Der Künstler erscheint mit seinen neuen Titeln authentisch und unverfälscht. Er beschreibt Geschichten aus dem Leben, die auf „Küssen kann man nicht alleine“ ihren Hochgenuss finden.

Viele seiner Fans dürften dem Album skeptisch gegenüber stehen. Etwas irritierend wirkt die synthetische Musikproduktion schon ein wenig. Es mangelt häufig an orchestraler Unterstützung, die sich entweder auf Bläser oder Streicher beschränkt. Die Höhen und Tiefen der einzelnen Titel hätte man noch stärker herausarbeiten können. Dadurch wirklich der Longplayer leicht fade und wird schnell langweilig. Wenn man sich die Deluxe-Version des Albums zulegt, wird den Unterschied zwischen der „synthetischen“ und „orchestralen“ Version erkennen. Doch wirklich empfehlenswert ist Max Raabe im Konzert. „Küssen kann man nicht alleine“ ist ein solides und gelungenes Album. Die Jugend fährt voll drauf ab.

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Küssen Kann Man Nicht Alleine

Anspieltipps:

  • Ich bin nur wegen dir hier
  • Krise
  • Doktor, Doktor
  • Schlaflied

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