Konzertcheck | Dikta im Gebäude 9

Das Gebäude 9 ist nicht etwa eine Halle der Kölner Messe. Nur unweit von der Kölner Messe liegt das Gebäude 9. Einfach nur unter der Messebrücke und der Zoobrücke durchfahren, so findet man wenige Meter entfernt eine Art Künstlerwerkstatt. Ein ehemaliger Industriekomplex, in welcher eine Kölner Gummifabrik anwesend war. Doch nun wollen wir nicht mehr in der Vergangenheit schwelgen, sondern direkt zur Sache kommen. Nach einem erlebnisreichen Tag, an dem man normalerweise eigentlich lieber im Bett verweilen möchte weil alles schief läuft, haben wir letztendlich den Weg zum Gebäude 9 gefunden. In freudiger Erwartung konnte ich an einem besonderem Erlebnis teilhaben.

Ich habe das erste deutsche Konzert der aktuellen Tour der isländischen Band „Dikta“ besucht. Und wo findet man noch eine Band, die selbst für ihr Merchandising zuständig ist? Vor dem Konzert hingen die Jungs ihre Bandplakate auf und unterhielten sich mit den Konzertgästen. Ein Umstand, den man mittlerweile bei vielen großen Bands wirklich vermisst. Dikta sind also eine Band zum „Anfassen“. Außerdem sind sie unheimlich sympathisch. In Island, wo ihr Bekanntheitsgrad stetig zunimmt, sind sie in Deutschland nahezu „Newcommer“, die mit einem rockigen Sound brillieren.

Als Vorgruppe bekamen die Zuhörer Studio Zentral auf die Ohren, die eine gute und gefühlvolle Einleitung spielten. Wenig später war es dann soweit, die vier sympathischen Jungs von Dikta betraten die Bühne. Der Sänger Haukur sorgte mit flotten Sprüchen für Auflockerung. Abwechselnd spielte er an seiner Gitarre oder an seinem Klavier. Zu den bekannten Songs aus dem aktuellen Album konnte man sogar einen neuen Titel vernehmen. Eigentlich hätten Dikta keiner Bühne bedurft, sondern inmitten des Publikums spielen können. Ein gewisser Zauber lag in der Luft. An diesem Abend ist eine kleine, aber feine Dikta-Familie zusammengekommen, um gemeinsam den Klang der Musik zu zelebrieren.

Eine ausgefeilte Bühnentechnik mit riesigem Lichtspektakel hat die Band nicht nötig. Sie sind live unschlagbar. Für besondere Lacher sorgte unter anderem auch der Drummer Jon. So sollte er zur Versteigerung freigeben werden. Trotz der witzigen Zwischenrufe aus der begeisterten Fangemeinde fuhren die Isländer mit ihrem Konzert fort. Man spürte eine direkte Verbindung zwischen der Band und den Anwesenden. Dies war wirklich einzigartig. Auch der Umgang der Fans untereinander. Es ist immer wieder schön, sich an einem Abend mit so vielen Menschen unterhalten zu können und gemeinsam die Musik zu genießen. Es war nicht wirklich ein Konzert, sondern ein super Erlebnis mit genialer Musik. Ich freue mich auf das nächste Mal.

1 Comment

  1. Sven sagt:

    BTW, der Supportact war Studio Grande!

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